"Vereinen wir uns zu einem gemeinsamen Schrei"

Brief des Metropoliten Mieczysław Mokrzycki angesichts der bedrohlichen Lage in der Ukraine

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 235 klicks

Mieczysław Mokrzycki, Metropolit des lateinischen Ritus in der ukrainischen Stadt Lwiw (Lemberg), etwa 70 km von der polnischen Grenze entfernt, lud in einem Brief die Gläubigen dazu ein, mit ihm für den Frieden und die Rettung der Einheit des Landes zu beten und zu fasten.

Der Metropolit, der früher Sekretär des seligen Johannes Paul II. und Benedikts XVI. war, schreibt: „Angesichts einer sehr schwierigen Situation, die in der Ukraine entstanden ist, müssen sich die Gläubigen an das Erbarmen des Herrn für den Frieden und die Einheit richten.“

Der Metropolit fährt fort, dass die Priester, die geweihten Personen und die Brüder und Schwestern täglich für den Frieden und die Rettung des Landes vor dem Krieg beten müssten. „Die Angst, die uns seit einigen Monaten begleitet, ist seit gestern zu einer wahrhaften Bedrohung für unsere Freiheit geworden. Vereinen wir uns zu einem gemeinsamen Schrei an unseren Vater, der im Himmel ist, und zur Jungfrau Maria, Königin des Friedens.“

Auch in den Familien sollten die Menschen Zeit zum Gebet finden und sich häufiger in die Kirche begeben. In den Gemeinschaften solle eine ununterbrochene Anbetung des Heiligsten Sakraments organisiert werden.

Heute, am 3. März, findet ein Tag des Gebets und des Fastens statt. Die Gläubigen und das Volk beten zum Herrn, das Land vor dem Krieg zu schützen.