Verfolgte Christen unterstützen: Benedikt XVI. bestärkt Mitarbeiter von „Kirche in Not“ in den Niederlanden

Feiern zum 60-Jahr-Jubiläum in Nijmegen

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ROM/KÖNIGSTEIN, 21. November 2007 (ZENIT.org).- Anlässlich der Feiern des 60jährigen Bestehens des weltweiten Hilfswerks Kirche in Not in den Niederlanden hat Benedikt XVI. Gott in einer Grußbotschaft für den „kirchlichen Geist“ gedankt, der Pater Werenfried van Straaten, den Gründer des Werkes, motiviert habe, „sich der Unterstützung der verfolgten Christen zu widmen, die ‚um der Gerechtigkeit willen leiden‘“.



Der Heilige Vater ermutigt in dem Schreiben, das Msgr. François Bacqué, Apostolischer Nuntius in Holland, während der Heiligen Messe am 10. November in Nijmegen verlesen hat, all jene, die für „Kirche in Not“ tätig sind, „ihren Einsatz für diese edle Aufgabe zu erneuern, da ‚dieser Dienst nicht nur die leeren Hände der Heiligen füllt, sondern weiterwirken wird als vielfältiger Dank an Gott‘“ (vgl. 2 Kor 9,12).

Musical über Märtyrer des 20. Jahrhunderts

Ein Höhepunkt der Jubiläumsfeiern in den Niederlanden waren die sechs ausverkauften Aufführungen des Musicals „Pelikan“, in dem Persönlichkeiten wie Erzbischof Oscar Romero, der polnische Priester Jerzy Popieluszko, Dietrich Bonhoeffer, der orthodoxe Priester Aleksandr Men sowie weniger bekannte Glaubenszeugen aus Burundi, Thailand und andere vorgestellt werden.

Wie „Kirche in Not“ heute berichtete, waren mehr als 4.000 Menschen gekommen, um die Darstellung der Lebenszeugnisse der genannten Märtyrer des 20. Jahrhunderts mitzuerleben. Die Initiative zum Musical ging von Pater Joaquín Alliende aus, dem Geistlichen Leiter des Hilfswerks, der vor allem im spanischsprachigen Raum auch für seine Gedichte bekannt ist.

Der 2003 verstorbene Pater Werenfried van Straaten bezeichnete die Märtyrer stets als die „Elite der Kirche“. Für jeden Christen sei es „eine Ehrenpflicht“, denen zur Seite zu stehen, die um ihres Glaubens willen verfolgt und sogar getötet werden, und ihr Andenken zu bewahren. Das 20. Jahrhundert habe mehr Märtyrer hervorgebracht als die Christenverfolgungen durch die römischen Kaiser in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung.

„Das Musical stellt nicht nur Tod und Martyrium dar, sondern zeigt die Auferstehung und die Hoffnung für die Zukunft“, erklärte Joris van Voorst tot Voorst, Direktor der niederländischen Niederlassung von „Kirche in Not“: Viele Zuschauer hätten Tränen in den Augen gehabt, darunter auch ein Bischof aus dem Publikum, der ihm tief bewegt gedankt habe. Eine Frau habe geäußert, sie habe das „wunderschöne Musical“ schon unzählige Male auf CD gehört. Van Voorst tot Voorst selbst habe die Aufführung mittlerweile sechsmal gesehen, sei aber noch immer sehr beeindruckt und bewegt davon. „Das Musical passt genau zu unserem Werk.“

Eine DVD des Musicals „Pelikan“ kann im Internet unentgeltlich angefordert werden (Rubrik „Verschiedenes“). Darüber hinaus bietet „Kirche in Not“ ab sofort ein Kalender-Gebetsblättchen für 2008 an, das in jede Geldbörse passt und täglich neu zum Gebet des „Engel des Herrn“ einladen will. Der „Kalender 2008 – 366 mal ‚Danke Jesus‘ (mit Angelus-Gebet)“ ist in der Rubrik „Gebetstexte“ zu finden.