„Verklärt in der Hoffung“: 40.000 Pilger und Gläubige beten mit dem Papst den Angelus

Benedikt XVI. über die beiden Grundpfeiler der Fastenzeit

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ROM, 18. Februar 2008 (ZENIT.org).- Um ins Reich Gottes zu gelangen, ist es notwendig, durch große Widrigkeiten hindurchzugehen. Das betonte Benedikt XVI. gestern, Sonntag, nach den einwöchigen Fastenexerzitien der Römischen Kurie beim traditionellen Angelus-Gebet. Während seiner Einkehrtage hatte der Heilige Vater niemanden empfangen.



In seiner Ansprache vor dem Mariengebet dankte der Bischof von Rom allen, die ihn im Lauf der vergangenen Woche, die ganz dem Gebet und der Betrachtung gewidmet gewesen war, geistig begleitet hatten.

Vor rund 40.000 Gläubigen, die sich auf dem Petersplatz versammelt hatten, ging Benedikt XVI. auf das Evangelium des zweiten Fastensonntags über die Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor ein. Er stellte einen Bezug zum Evangelium des ersten Fastensonntags (über die Versuchungen Christi in der Wüste) her und erklärte, dass beide Berichte das Ostergeheimnis vorweg nähmen: Der Kampf Jesu mit dem Versucher lasse den großen Endkampf der Passion aufleuchten, während das Licht seines verklärten Leibes die Herrlichkeit der Auferstehung vorwegnehme. Jesus werde einerseits in seiner ganzen Menschlichkeit, die die Versuchung mit einschließe, andererseits in seinem vergöttlichten Menschsein sichtbar.

Die beiden Evangeliumsstellen definierte der Heilige Vater als die Grundpfeiler des Gebäudes der Fastenzeit, als die Pfeiler der „gesamten Struktur des christlichen Lebens, das wesentlich in der österlichen Dynamik besteht: vom Tod zum Leben“.

Die Verklärung sei ein Ereignis des betenden Eintauchens in Gott, aus dem die Wahrheit des Seins Jesu klar hervortrete: „Er ist Gott, Licht vom Licht.“ Sein strahlend weißes Gewand weise auf die Taufe hin: Der Neugetaufte mit weißem Gewand symbolisiere das neue Lichtgewand. Die Verklärung sei in diesem Sinn „Vorwegnahme der Auferstehung“, die jedoch den Tod voraussetze.

Um in das ewige Leben Eingang einzutreten, sei es notwendig, Jesus auf dem Weg des Kreuzes zu folgen und in sich die Hoffnung auf die Auferstehung zu tragen: „‚Spe salvi’, gerettet in der Hoffnung. Heute können wir sagen: ‚Verklärt in der Hoffnung’“, beschloss der Papst.