Verkündigung und Lebensschutz: Erfolge mit Videos im Internet

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FRONT ROYAL, 16. November 2007 (ZENIT.org).- Die Internet-Videoplattform „YouTube“ kann ein großer Segen sein, wenn es darum geht, die Botschaft der menschlichen Würde und des christlichen Glaubens zu verbreiten. Das bekräftigt Colin Mason, Leiter der Medienstelle des Population Research Institute (PRI) in Front Royal (US-Bundesstaat Virginia), das sich die Aufgabe zu Eigen gemacht hat, Fragen zum Thema Bevölkerung zu analysieren. Mit ZENIT sprach Mason über den Erfolg seiner Firma bei „YouTube“.



PRI hatte sich der YouTube-Community im Juni mit einem ersten Video vorgestellt. Der Erfolg dieser Maßnahme ermutigte zu neuen Initiativen, und so wurde die „Viral Video Campaign“ gestartet.

Das erste Video aus dieser Reihe war nur 51 Sekunden lang. Es handelte sich um ein Pro-Life-Video mit dem Titel „The Human Race“ („Die menschliche Rasse“) und stellt die Frage: „Die Menschheit rast der Zukunft entgegen. Aber wo geht es hin?“

Mason zeigte sich dankbar für den „Erfolg mit YouTube“, der für eine enorme Steigerung des Verkehrs auf der PRI-Website gesorgt habe. „Menschen haben ihre Unterstützung für die Videos bekundet, für Qualität, Inhalt usw.“

Der Medienfachmann und seine Kollegen sind davon überzeugt, „dass diese kurzen eindrucksvollen Videos von grundlegender Bedeutung sind, um unter der YouTube-Generation das Bewusstsein für Lebensrecht zu schärfen.“

Die katholische US-Zeitschrift „Inside Catholic“ hat ihrerseits einen 57-Sekunden-Spot auf YouTube hochgeladen. Der Titel dieses Pro-Life-Videos lautet: „The Baby in the Box“.

Chefredakteur Brian Saint-Paul erklärte gegenüber ZENIT: „YouTube bietet nicht nur ein stabiles Video-Format, dass jeder sehen kann, sondern auch eine Plattform, die es ermöglicht, dieses Video einem großen Publikum zu zeigen.“ Täglich gebe es mehr Menschen, die sich das Video anschauen, und die Reaktionen seien überaus positiv.

Kardinal Justin Rigali, Erzbischof von Philadelphia, ist einer der ersten katholischen Würdenträger, der es wagte, das moderne Medium zu benutzen, um die Schönheit des christlichen Glaubens zu verbreiten. Während der Fastenzeit 2007 hatte er mehrere Meditationen über das Evangelium filmen lassen und diese dann allen Menschen via YouTube zugänglich gemacht.

„Das erste Video, das der Kardinal öffentlich zeigen ließ, gehörte zu den beliebtesten auf YouTube“, eröffnete Donna Farrell, Leiterin der Presseabteilung in der Erzdiözese Philadelphia, gegenüber ZENIT. „Die Reaktion auf die Betrachtungen des Kardinals waren erstaunlich. Wir hörten von Menschen in der ganzen Welt: in Australien, auf den Philippinen, in Italien, und natürlich von vielen hier in der Erzdiözese Philadelphia, darunter auch ein 15 Jahre alter ‚Skateboarder‘, wie er sich selber nannte.“

Kardinal Rigale betonte: „YouTube ist ein Ort, wo Menschen eine Vielzahl von Dingen kommunizieren, und aus der Sicht der Kirche haben wir den Wunsch, Christus zu kommunizieren. Wir haben die Botschaft des Evangeliums, die erbauliche Botschaft über Jesus, eine wunderbare Botschaft der Hoffnung, der Liebe und des Glaubens.“

„Wenn etwas wahr ist, dann ist es das: Die Menschen lieben die Medien“, erklärte Colin Mason. „Sie mögen Klänge und Videoclips, die sie während der Pause oder in freien Stunden unterhalten. Also: Wenn wir mit dieser Macht umgehen lernen, die Macht der kurzen, prägnanten Videoclips, dann können wir mit ihnen das Bewusstsein für unsere Sache fördern.“