Vernunft und Glaube ergänzen einander, sagt Johannes Paul II.

Besuch einer Delegation einer polnischen Universität

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ROM, 14. Januar 2005 (ZENIT.org).- Vor einer Delegation der in der polnischen Stadt Katowice gelegenen Universität von Schlesien erklärte der Heilige Vater diesen Donnerstag, dass Vernunft und Glaube notwendige und einander ergänzende Bestandteile der Wahrheitssuche seien.



"Nach dem klassischen Konzept konnte eine Universität nicht ohne ihrer theologischen Fakultät bestehen, da sie sonst lückenhaft gewesen wäre", sagte der Papst seinen Landsleuten im Vatikan. "Heute hat sich das geändert. Trotzdem liegt es auf der Hand, dass die Präsenz der theologischen Wissenschaft neben den anderen Studienrichtungen innerhalb der Universität die Möglichkeit für einen wertvollen Austausch von Auffassungen schafft."

Vernunft und Glaube "begegnen sich bei der Wahrheitssuche", sagte er. "Sie bedienen sich zwar unterschiedlicher Instrumente und Methoden, aber sie bereichern einander, während sie die vielschichtigen Dimensionen der Wahrheit aufdecken."

Dass Glaube und Vernunft einander nicht widersprechen sondern vielmehr ergänzen, ist ein großes, leidenschaftliches Thema von Karol Wojtyla. Ihm hat er 1998 die Enzyklika "Fides et Ratio" gewidmet.