Verstehen, um zu helfen

Lebensrecht und psychische Folgen einer Abtreibung

| 653 klicks

ROM, 30. November 2012 (ZENIT.org). - Gestern Nachmittag um 17:30 fand an der Universitätskapelle in Siena ein Vortrag statt, mit dem Titel: „Abtreibung: was kommt danach? Die psychischen Folgen eines freiwilligen Schwangerschaftsabbruchs“.

Gehalten wurde der Vortrag von Frau Dr. Cristina Cacace, Psychologin und Psychotherapeutin am „Istituto di Terapia Cognitivo-Interpersonale“ in Rom, wo sie seit 15 Jahren Frauen betreut, die in einen Schwangerschaftsabbruch eingewilligt haben. Organisiert wurde der Vortrag von den toskanischen Pro-Life Organisationen in Zusammenarbeit mit der Universitätskapelle in Siena, mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit auf das dramatische Thema der Abtreibungen und der damit verbundenen menschlichen und sozialen Probleme zu lenken.

Allein im Jahr 2011 haben in Italien (nach Angaben des italienischen Gesundheitsministeriums) 109.538 Frauen eine Abtreibung durchführen lassen. 

Am Ende ihres Vortrags erklärte Frau Dr. Cacace: „Alle wichtigen internationalen Studien zu diesem Thema stimmen darin überein, dass ein freiwilliger Schwangerschaftsabbruch für die meisten betroffenen Frauen als traumatisches Ereignis erlebt wird. Die Forschung hat auch erwiesen, dass das psychische Leiden, das mit einer Abtreibung einhergeht, nicht vom Wertesystem abhängt, zu dem die Frau sich bekennt. Es ist ein tief wurzelndes Leiden, das nicht nur von der Tötung des eigenen Kindes herrührt, sondern auch vom Absterben eines psychischen Teils der Mutter. Leider werden die Frauen nicht zur Genüge über die psychischen Risiken eines Schwangerschaftsabbruchs informiert, und daher entscheiden sie sich zu einem solchen Schritt, ohne sich der Folgen wirklich bewusst zu sein, aber auch ohne daran zu denken, dass ihnen hinterher jemand helfen könnte, das Trauma zu überwinden.“

[Übersetzung aus dem Italienischen von Alexander Wagensommer]