Vertiefung der katholisch-jüdischen Beziehungen in New York

Kardinäle und Bischöfe aus Europa, Asien und Afrika auf Besuch

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PARIS, 30. März 2009 (ZENIT.org).- Kardinäle und Bischöfe aus Europa, Afrika und Asien, die von Kardinal André Vingt-Trois, dem Erzbischof von Paris und Vorsitzenden der Französischen Bischofskonferenz, angeführt wurden, kamen in der vergangenen Woche nach New York, um sich dort mit einigen der höchsten Autoritäten des orthodoxen Judentums zu treffen. Die Begegnung fand „im Rahmen der Aktivitäten Johannes Pauls II. und Benedikts XVI. zur Bildung einer wirksamen Brüderlichkeit mit unseren älteren Brüdern im Glauben“ statt, heißt es in einer Erklärung der Erzdiözese Paris.

Die Delegation der kirchlichen Würdenträger wurde am Montag, dem 23. März, vom früheren Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, Rabbiner Israel Remedar, und dem Gründungspräsidenten des Touro College, Rabbiner Bernard Lander, beim New Yorker „Museum of Jewish Heritage“ empfangen. Die Hirten besuchten eine Ausstellung über jene rund eineinhalb Millionen ukrainische Juden, die in der Zeit von 1941 bis 1944 ermordet worden waren, und begegneten den Verantwortlichen der Yeshiva University. Außerdem standen ein Besuch im Holocaust-Gedenk-Museum in Washington D.C. und eine Begegnung mit Bischöfen der US- Bischofskonferenz auf ihrem Programm. Kardinal Francis George, Erzbischof von Chicago und Vorsitzender der US-Bischofskonferenz, hieß seine Amtsbrüder willkommen.

Diese Art von Treffen waren 2003 vom Pariser Kardinal Jean-Marie Lustiger initiiert worden, der 2007 verstarb. Die jüngsten Begegnungen seien eine „Form des religiösen und pastoralen Dialogs“ gewesen, heißt es in der Presseerklärung der Erzdiözese Paris. „Das extrem herzliche Klima, das gegenseitige Vertrauen, das über Jahre hinweg aufgebaut worden ist, sowie die wachsende Tiefe und Offenheit des Austausches bekräftigen den absolut einzigartigen Charakter dieser Zusammenkünfte mehr als 40 Jahre nach der Erklärung Nostra aetate des Zweiten Vatikanischen Konzil.“