Verunfallter Jugendlicher aus Sri Lanka trifft den Papst

Prothesen dank Solidaritätskampagne

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ROM, 24. August 2009 (ZENIT.org).- Ein Wunsch des achtzehnjährigen Jugendlichen Rajiv Janine aus Sri Lanka, der Arme und Beine bei einem Zugunfall verloren hat, ging am 19. August in Erfüllung: Im Anschluss an die Generalaudienz traf er Papst Benedikt XVI. in der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo und sprach mit ihm persönlich. Janine erzählte dem Heiligen Vater seine Lebensgeschichte und bat ihn um dessen Segen für sich selbst, seinen Bruder, der in Kürze zum Priester geweiht werden wird, und seine Schwester, die als Ordensfrau auf den Philippinen wirkt. Eine weitere Schwester begleitete Janine auf seiner Reise.



Der Jugendliche hat prothetische Gliedmaßen, die durch eine Solidaritätskampagne in Italien finanziert wurden. Initiiert hatte sie der italienische Priester Giuseppe Iasso, Pfarrer in Mercogliano in Süditalien. In den letzten 25 Jahren hat Jasso mehrere solcher Initiativen für Bedürftige in Sri Lanka durchgeführt. Auch Schulen und Krankenhäuser konnten auf diese Weise in Zusammenarbeit mit staatlichen und religiösen Stellen errichtet werden. Der Priester bekräftigte, dass die Projekte nur dank der Mitwirkung vieler Italiener hätten verwirklicht werden können. Ihre Großzügigkeit sei außerordentlich gewesen, insbesondere im Jahr 2004, als der Tsunami Sri Lanka erreichte.

Das Geld für die Prothesen von Janine wurde mit Hilfe von Spendenbriefen und persönlichen Bittgängen zu Pfarreien und Familien gesammelt. Am Ende kam ein Betrag von 40.000 Euro zusammen. Nach der erfolgreichen Kampagne schrieb der Priester einen Brief an den Papst, um ihm über Janine zu erzählen. „Ich öffnete dem Papst mein priesterliches Herz“, so Iasso, und Benedikt XVI. verlieh seinem Wunsch Ausdruck, den Jugendlichen persönlich zu treffen, „um ihn zu ermutigen“. Iasso betont: „Das Zeugnis von Rajic ist eine Einladung an alle, die leiden, sich nicht entmutigen zu lassen und die Hoffnung nie zu verlieren.“