VI. Europäisches Symposion der Universitätsdozenten: „Die Grenzen der Vernunft erweitern“

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ROM, 6. Juni 2008 (ZENIT.org).- Gestern, am 5. Juni, wurden die Arbeiten des VI. Europäischen Symposions der Universitätsdozenten aufgenommen. Das Symposion steht unter dem Thema „Die Horizonte der Vernünftigkeit erweitern – Perspektiven für die Philosophie“. Höhepunkt des Kongresses wird am morgigen Samstag die Audienz bei Papst Benedikt XVI. sein. 65 Vortragende und über 250 Teilnehmer aus 29 Ländern Europas nehmen an den Arbeiten teil, die in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt sind.



Das Tagungsthema gehört zu den großen Themen des Pontifikats Benedikts XVI. Kardinal Ruini hatte bereits in seinen einführenden Worten am Mittwoch seine zentrale Bedeutung für die zeitgenössische Kultur hervorgehoben. Zunächst sei die Ehre der Wissenschaft als erkenntnismäßige Tätigkeit vor den Versuchen zu verteidigen, sie zu einer Ermutigung für jene Bemühungen werden zu lassen, die die Förderung von Materialismus und Atheismus im Auge haben, so Ruini. Philosophie und Theologie könnten sich nur dann glaubhaft für das Ziel der Erweiterung der Vernünftigkeit einsetzen, wenn sie sich für einen vertieften Dialog mit den Wissenschaften, den Religionen, der Anthropologie und der Gesellschaft einsetzten.

„Mut zur Weite der Vernunft, nicht Absage an ihre Größe – das ist das Programm, mit dem eine dem biblischen Glauben verpflichtete Theologie in den Disput der Gegenwart eintritt.“ Mit diesen Worten hatte Benedikt XVI. seine berühmte Rede an der Regensburger Universität im September 2006 beendet. Kardinal Ruini rief, dem Wort des Papstes folgend, zu einem neuen Frühling des Dialogs von Vernunft und Freiheit mit dem Christentum auf.