"Viele haitianische Familien begeben sich, wie die Heilige Familie, auf eine lebensbedrohliche Flucht"

Weihnachtsbotschaft der Bischöfe des karibischen Landes

Rom, (Fides) | 287 klicks

„Das soziale und politische Drama vieler Länder, einschließlich des unseren, ist unter vielen Gesichtspunkten ähnlich wie im Land Jesu. Das tragische Schicksal unsres Volkes ist von Not und Konflikten gekennzeichnet, die sich auf das Leben jedes einzelnen haitianischen Bürgers auswirken… und das Zusammenleben als Volk immer schwerer machen“ heißt es in der Weihnachtsbotschaft der haitianischen Bischöfe.

„Auch heute noch entstehen Situationen, die zu Misstrauen und Ausschließung führen und unsere Land lähmen und unsere Zukunft bedrohen und dabei unsere Bürger von Gott, von sich selbst, von den Mitmenschen und der Umwelt entfremden“, so die Bischofskonferenz.

„Das Christkind wurde bedroht und ausgeschlossen, so dass Maria und Josef mit ihm nach Ägypten flohen. Wie er machen sich heute viele haitianischen Familien auf die Flucht … und riskieren dabei ihr Leben und sehen sich, wenn sie die Grenze überschreiten mit Demütigung, Ablehnung, Ausschluss und Missachtung ihrer grundlegenden Rechte konfrontiert.“

Doch die Bischöfe rufen auch zur Hoffnung auf: „Das Fest des Immanuel, das den Familien die Möglichkeit zur Begegnung schenkt, soll für uns Haitianer, Männer, Frauen und Kinder desselben Landes Gelegenheit zur geschwisterlichen Begegnung sein, damit wir die Nacht der Angst, des Misstrauens, des Ausschlusses und des Konflikts hinter uns lassen!“. (CE)

(Quelle: Fidesdienst, 16/12/2013)