Vier Prinzipien für eine menschengerechte Gesundheitsreform

US-Bischof Fargo fordert Katholiken auf, sich aktiv einzusetzen

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FARGO, 4. September 2009 (ZENIT.org).- Vier Prinzipien sollten US-Katholiken bei der Beurteilung der gegenwärtig heiß diskutierten Vorschläge zur Gesundheitsreform beachten, betont der Bischof von Fargo, Samuel Aquila. Der Hirte hat darauf hingewiesen, dass die katholische Kirche einen noch weitergehenden Zugang zu ärztlicher Betreuung unterstütze, zugleich aber festgestellt, dass das nicht heiße, jeden politischen Vorschlag gutzuheißen.

Erstens müsse jegliche Bestimmung „die Würde des menschlichen Lebens" achten; das gelte besonders für „Abtreibung, Euthanasie, ob passiv oder aktiv, und embryonale Stammzellforschung", die von den Gesundheitsplänen ausgeschlossen sein müssten, so Bischof Fargo. Ein zweites Prinzip sei der Schutz der Gewissensfreiheit: „Die moralische Stimme der einzelnen Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger verdient Ehrfurcht und Respekt."

Der Bischof führt auch ein drittes Prinzip an: „Der Zugang zur Gesundheitsversorgung sollte allen Menschen offen stehen - Armen, legalen Immigranten, behinderten Menschen und besonders älteren und ungeborenen Menschen." Zuletzt sei noch wichtig: „Die Mittel, um Zugang zur Gesundheitsversorgung zu gewähren, sollten vom Subsidiaritätsprinzip getragen sein und vernünftig und fair unter den Mitgliedern der Gesellschaft verteilt werden."

Auf Grundlage dieser vier Prinzipien sei eine fruchtbare Diskussion über die Gesundheitsreform möglich. Bischof Samuel Aquila ermutigt die Katholiken, sich engagiert in die öffentliche Debatte einzubringen.