Vierte römische Stadtmission rückt Jesus ins Zentrum

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ROM, 1. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Mehr als 500 Missionare teilen in diesen Tagen im Herzen Roms ihre Freude, Christ zu sein, mit der heimischen Bevölkerung und den Gästen der Ewigen Stadt.



„Gesù al Centro – Jesus ins Zentrum“ lautet das Motto der vierten römischen Stadtmission von jungen Menschen im Alter von 16 bis 35 Jahren. Msgr. Mauro Parmeggiani, Beauftragtet für Jugendpastoral der Diözese Rom, wies gegenüber ZENIT darauf hin, dass im Rahmen der Initiative vom 30. September bis zum 7. Oktober auch Besuche in Schulen, Altersheimen, Krankenhäusern und Kirchen vorgesehen seien. Gerade an diesen Stätten gelte es, „Jesu Liebe zu überbringen“.

Besonders ermutigend seien in diesem Jahr die Bitten zahlreicher Lehrer gewesen, sich einbringen zu dürfen, was sich anfänglich eher schwierig gewesen sei. Angesichts der gegenwärtigen Krise im Bildungswesen hat die Kirche nach Worten des Priesters „viel im Bereich Erziehung zu sagen“.

Msgr. Parmeggiani hob mit Worten Benedikts XVI. hervor, dass die christliche Ethik „Konsequenz der Begegnung mit Gottes Liebe“ sei, und fügte hinzu: „Mission ist ein Auftrag, den Gott den jungen Menschen der Kirche in Rom übertragen hat.“ Dieser Auftrag ziele darauf ab, Jesus kennen zu lernen, ihn zu verstehen und so einen „Lebensentwurf aus dem Glauben heraus“ anvisieren zu können.

Die Eucharistische Anbetung nehme auch bei der vierten Ausgabe der Stadtmission einen besonderen Stellenwert ein, bekräftigte er. Sie „ist der Schlüssel und das Zentrum der ganzen Initiative“.

Zum Programm: Auf der Piazza Navona werden jeweils am Abend unter freiem Himmel und für jeden Interessenten Vorträge zum Thema „Glaube und Vernunft“ angeboten. Über Musik und Zeugnisse laden Jugendliche in verschiedenen römischen Kirchen dazu ein, für sich „Räume der Freude“ zu erschließen. Schriftliche Gebetsanliegen, die man formuliert, werden einem von rund 36 kontemplativen Ordenshäusern zugehen, deren Kommunitäten ihr Gebet zugesagt haben.

„Wir besitzen Jesus, der uns den neuen Menschen offenbart, seine großartige Würde kundtut und dem Leben und den Entscheidungen jedes Menschen Sinn und Bedeutung schenkt“, so Msgr. Parmeggiani.

Am kommenden Freitagabend werden in der Kirche S. Agnese während der Eucharistischen Anbetung 20 bis 30 Priestern in vielen Sprachen Beichte hören. Am Samstag wird Kardinal Camillo Ruini, Bischofsvikar des Papstes für die Diözese Rom, auf der „Piazza del Popolo“ die Eucharistie feiern. Von dort aus wird anschließend eine eucharistische Prozession zur Piazza Navona ziehen.

Im Zuge des großen Erfolges der missionarischen Initiative „Jesus ins Zentrum“ entstand im Jahr 2005 eine Schule für Evangelisation, die jungen Menschen zwischen 18 und 35 Jahren offen steht. Sie dient vor allem dazu, Gott durch ein intensives Gebetsleben und die Lektüre der Heiligen Schrift tiefer kennen zu lernen.