VII. Weltfamilientreffen in Mailand: Der Papst auf der Piazza del Duomo

Ich danke euch für den herzlichen Empfang!

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MAILAND, 2. Juni 2012 (ZENIT.org). - „Von ganzem Herzen danke ich all jenen, die hier so zahlreich versammelt sind und jenen, die diese Veranstaltung über das Radio und über das Fernsehen mitverfolgen. Danke für diesen herzlichen Empfang!“

Diese Worte richtete der Papst an die Schar der Gläubigen, die ihn auf der „Piazza del Duomo“ willkommen hießen. Die festlich versammelte Menge aus Menschen aller Altersstufen und aus allen Teilen der Welt erwartete den Papst dort seit dem frühen Nachmittag.

Nach seiner Ankunft kurz vor 18.00 Uhr begrüßte der Papst die Gläubigen während einer Umrundung der Piazza in seinem Papamobil. Anschließend betrat er die Bühne und sprach folgende Worte: „Es ist mir eine große Freude, mit euch hier zusammenzutreffen, und ich danke Gott dafür, dass er mir das Geschenk zuteilwerden ließ, ein Besucher eurer ehrwürdigen Stadt zu sein. Auf der ‚Piazza del Duomo‘ im Herzen Mailands, wo der Dom, das Wahrzeichen der Stadt, prächtig und erhaben in den Himmel emporragt, begegnete ich den Bürgern von Mailand zum ersten Mal. Die Kirche, die einem Wald aus Turmspitzen gleicht, lenkt unseren Blick weit nach oben, zu Gott. Der Wunsch, immer höher in den Himmel zu streben, war immer schon ein ganz besonderes Kennzeichen der Stadt Mailand, dem es zu verdanken ist, dass Mediolanum seine Berufung, zu einem Kreuzungspunkt von Menschen und Kulturen zu werden, so erfolgreich verwirklichen konnte“.

Vor dem Papst befanden sich 60.000 Menschen; mehr als Hunderttausende säumten den Weg zwischen dem Flughafen von Mailand und der Stadt. Familien und Gläubige aus allen Teilen der Welt hießen ihn mit den Fahnen ihrer Herkunftsländer und Transparenten mit Grußworten willkommen. Während er sprach, jubelten sie ihm mit großer Herzlichkeit und Zuneigung zu.

In seiner Ansprache richtete der Papst einen besonderen Gruß an die am VII. Welttreffen der Familien teilnehmenden Vertreter der Familien aus aller Welt. Dieser Gruß fand in einem tosenden Applaus aus der Piazza Erwiderung. Benedikt XVI. gedachte auch der Hilfs- und Trostbedürftigen, der von Sorgen, Einsamkeit oder Schwierigkeiten Geplagten, der Arbeitslosen, der Kranken, der Verurteilten, der Obdachlosen und all jener, denen an den Grundvoraussetzungen für ein würdevolles Leben fehlt. In diesem Zusammenhang fügte der Papst folgendes hinzu: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Wirken der Diözese von Mailand in der Vergangenheit und Gegenwart zugunsten der an den Folgen der wirtschaftlichen und finanziellen Rezession am meisten leidenden Familien und mit der schnellen Hilfe für die Opfer des Erdbebens in der Region Emilia Romagna. Die betroffenen Menschen sind in unserem Herzen und in unserem Gebet. Ich erneuere an dieser Stelle meine Bitte um großzügige Unterstützung für sie“.

Nach diesen Worten applaudierte die Menge erneut als Zeichen ihres Mitgefühls für die Erdbebenopfer.

Kardinal Angelo Scola erteilte dem Papst kurz vor dessen Abschied seine Segenswünsche: „Heiliger Vater, wir danken Ihnen für Ihre großzügige Anwesenheit und Ihre Lehren, die wir mit offenem Herzen aufnehmen. Sie erwecken in uns die Leidenschaft für die Menschheit und stärken uns auf diese Weise in unserem Glauben“.

[Übersetzung des italienischen Originals von Sarah Fleissner]