Vivina von Brüssel (1109-1179)

Einsiedlerin, Klostergründerin und Äbtissin

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 211 klicks

Vivina von Brüssel wurde um 1109 in Oisy bei Brüssel geboren. Schon als junge Frau liebte sie die Einsamkeit und Meditation. Wegen ihrer großen Schönheit hatte sie viele Verehrer, die um ihre Hand warben. Doch Vivina beschloss, ihr Leben Gott zu weihen und als Einsiedlerin zu leben. Bald schon schlossen sich ihr weitere Frauen an. Im Jahr 1146 gründete sie schließlich mithilfe einer Schenkung Herzog Gottfrieds das Kloster Groot-Bijgaarden in der Nähe von Brüssel, das der Regel der Benediktiner folgte. Vivina stand dem Kloster 34 Jahre lang als Äbtissin vor. Von der Heiligen, die zu den meist verehrten in Belgien zählt, sind auch zahlreiche Wunder überliefert, die ihre Heiligkeit bestätigen. Die Legende überliefert, dass sie eines Tages eine erloschene Kerze durch ihre Andacht wieder zum Brennen gebracht habe.

Vivina starb um 1179. Ihre sterblichen Überreste wurden im Kloster bestattet. Als das Kloster 1794 von den Franzosen aufgehoben wurde, wurden ihre Gebeine in die Kirche Notre-Dame des Victoires/du Sablon oder auch Kerk Onze-Lieve-Vrouw ten Zavel in in der Nähe von Brüssel überführt. Seit 1812 ruhen sie in Orbais, einem belgischen Wallfahrtsort.