Vollkommener Ablass am Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (8. Dezember)

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ROM, 30. November 2005 (ZENIT.org).- Aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums des Abschlusses des Zweiten Vatikanischen Konzils wird die Kirche auf Anweisung Papst Benedikts XVI. am 8. Dezember, dem Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, den Gläubigen die Möglichkeit schenken, einen vollkommenen Ablass zu erwerben.



Ein diesbezügliches Dekret, das Kardinal James Francis Stafford, Apostolischer Großpönitentiar der Heiligen Römischen Kirche, sowie P. Gianfranco Girotti OFMConv, Regent, unterzeichnet haben, wurde am Dienstag vom Heiligen Stuhl veröffentlicht. Es enthält unter anderem einen sehnlichen Wunsch Papst Benedikts XVI.: dass alle Gläubigen geistig mit ihm verbunden sein mögen, wenn er gemäß römischer Tradition am 8. Dezember vor der Muttergottesstatue auf der Piazza di Spagna der unbefleckten Jungfrau Maria öffentlich huldigen wird – \"damit sich alle Gläubigen im Namen der gemeinsamen Mutter versammeln, ihren Glauben stärken, sich mit größerer Hingabe Christus anschließen und ihre Brüder tiefer lieben\".

Nach der Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils könnten gerade daraus \"die Werke der Barmherzigkeit\" erwachsen, die den Bedürftigen zugute kommen, sowie \"die Achtung der Gerechtigkeit, die Sorge und Suche des Friedens\".

Außerdem wird im Dokument daran erinnert, dass die Gläubigen \"mit den üblichen Vorraussetzungen (sakramentale Beichte, Empfang der heiligen Eucharistie und Gebet für die Anliegen des Papstes) sowie mit einem Geist, dem die Sünde fern liegt, am kommenden Hochfest der Unbefleckten Empfängnis einen vollkommen Ablass erlangen können, wenn sie an einem heiligen Ritus zu Ehren der Jungfrau Maria teilnehmen oder zumindest ein öffentliches Bekenntnis ihrer Mareinfrömmigkeit vor einem Bild der Unbefleckten Empfängnis ablegen, das zur öffentlichen Verehrung aufgestellt wurde, indem sie das Vater Unser, das Glaubensbekenntnis und eine beliebige Anrufung an die Unbefleckte Empfängnis beten.\"

Diejenigen, die \"aufgrund einer Krankheit oder eines anderen zulässigen Grundes\" nicht imstande sind, an einem öffentlichen Ritus teilzunehmen oder ein Bild der Jungfrau Maria zu verehren, \"können dieselbe Ablassgnade im eigenen Haus oder an jenem Ort empfangen, wo sie sich aufhalten, wenn sie sich – mit einem Geist, dem die Sünde fern liegt, und mit dem festen Vorsatz, die nötigen Voraussetzungen so bald wie möglich zu erfüllen – geistig und willentlich mit den Intentionen des Papstes verbinden, zur Unbefleckten Empfängnis beten und das Vater Unser und das Glaubensbekenntnis sprechen\".

Am 8. Dezember 1965 erwies der Diener Gottes Papst Paul XVI. beim Abschluss des Ökumenischen Konzils der Jungfrau Maria, die als Mutter Christi zugleich Mutter Gottes und geistige Mutter aller Gläubigen ist, feierlich die Ehre.