Vollversammlung der Internationalen Theologenkommission (30.11. – 4.12.2009)

Die Gestaltung des neuen Quinquenniums

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ROM, 27. November 2009 (ZENIT.org).- Vom 30. November bis zum 4. Dezember wird im Vatikan die Internationale Theologenkommission unter dem Vorsitz des Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre Kardinal William J. Levada tagen. Es handelt sich um die erste Vollversammlung des neuen Quinquenniums, die unter der Leitung des Generalsekretärs der Kommission P. Charles Morerod, O.P. stattfindet.

Die Kommission, die dieses Jahr den 40. Jahrestag ihrer Einrichtung durch Papst Paul VI. begeht, wird vor allem über die Themen entscheiden, die in dieser neuen Fünf-Jahres-Periode behandelt werden sollen. Zu den Themen, die Kardinal-Präsident zur Entscheidung vorgelegt hat, gehört die wichtige Frage der theologischen Methodologie, mit der sich die Mitglieder der Kommission im ersten Jahr auseinandersetzen werden.

Die Internationale Theologenkommission wurde am 11. April 1969 von Papst Paul VI. auf den Vorschlag der ersten allgemeinen ordentlichen Bischofssynode (29. September – 29. Oktober1967) hin eingerichtet. Sie soll den Heiligen Stuhl in schwierigen Fragen der Lehre kompetent beraten und die Diskussion über die Ansätze der theologischen Forschung erweitern. In saloppem und verfälschendem Ton wird sie gern als „Denkfabrik des Vatikans“ bezeichnet.

Die Mitglieder der Kommission werden vom Papst auf Vorschlag des Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre und nach Befragung der jeweiligen Bischofskonferenzen für fünf Jahre ernannt. Die Ergebnisse der Arbeiten der Kommission werden dem Bischof von Rom unterbreitet und der Kongregation für die Glaubenslehre „zur Erhaltung und Stärkung des katholischen Glaubens, seiner Integrität, seiner Kraft, seiner Entwicklung, seiner doktrinellen und geschichtlichen Kohärenz“ (Paul VI.) zur Verfügung gestellt. Mindestens ein Mal pro Jahr kommen die Theologen zu einer Vollversammlung zusammen.