Von der Jugend lernen: Kommunikation in und außerhalb der Kirche

Interview mit P. Thomas Rosica CSB, Leiter der der kanadischen Filmproduktionsfirma Salt and Light

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ROM 27. Februar 2009 (ZENIT.org).- Für P. Thomas Rosica CSB, den Direktor der kanadischen Filmproduktionsfirma Salt and Light, ist es ein „Privileg“, dass ihn Papst Benedikt XVI. zum Berater für den Päpstlichen Rat der Sozialen Kommunikationsmittel ernannt hat.

Pater Rosica von der Kongregation des heiligen Blasius war der Leiter des Weltjugendtags 2002 auf nationaler Ebene, ehe er den ersten katholischen Fernsehsender Kanadas gründete. Er lehrt als Professor für Heilige Schrift an der Theologischen Fakultät des St. Michael College in Toronto. Seit Juli 2006 ist er Mitglied des Generalrates der Priesterkongregation des heiligen Blasius.

Bei der jüngsten Weltbischofssynode im Oktober 2008 über „Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche“ war er für die englische Sprachgruppe von Journalisten zuständig. Dieser Dienst war eingerichtet worden, um der Weltpresse detaillierte Informationen über die Arbeiten der Synode zukommen zu lassen. Für die spanische Presse war damals ZENIT-Gründer und aktueller Chefredakteur Jesús Colina verantwortlich gewesen.

Im vorliegenden Interview mit ZENIT geht P. Rosica näher auf seine neue Aufgabe ein.

ZENIT: Pater Thomas, was ist Ihre Reaktion auf die Ernennung des Papstes?

P. Thomas Rosica:
Es ist ein Privileg, der Weltkirche bei dieser wichtigen Arbeit im Päpstlichen Rat für die Sozialen Kommunikationsmittel dienen zu dürfen. Wir alle haben vor allem in den letzten Monaten die großen Herausforderungen und großen Chancen gesehen, die eine gute Gemeinschaft in der Kirche auf allen Ebenen braucht. Diese Ernennung ist eine Hommage an die Kirche in Kanada und eine Verantwortung. Sie gilt allen jungen Menschen, die mit mir bei diesem ersten katholischen Fernsehsender in Kanada arbeiten, und auch seinen großzügigen Wohltätern, die dieses Projekt der Neuevangelisierung in Kanada ermöglicht haben. Ich danke Papst Benedikt XVI. und den Leitern des Päpstlichen Rates für die Sozialen Kommunikationsmittel für ihre Ermutigung und ihr Vertrauen.

ZENIT: Worin besteht die Arbeit eines Beraters?

P. Thomas Rosica: Ich kann mir vorstellen, dass wir dem Dikasterium bei all seinen Bemühungen helfen werden, die gute Nachricht des Evangeliums und der Kirche für die Welt zu verbreiten. Es wird notwendig sein, uns stärker auf das einzulassen, was wir heute die „neuen Medien" nennen, und neue Wege zu finden, Menschen dort zu erreichen, wo sie sich in der Welt aufhalten. Es heißt auch, mit der Jugend zusammenzuarbeiten, die ja in Sachen moderner Kommunikation die Experten sind!

ZENIT: Gibt es etwas, was die Vorbereitung des Weltjugendtags in Toronto im Jahr 2002, ihre aktuelle Aufgabe bei „Salz und Licht" und ihre neue Tätigkeit verbindet? Eine Art „gemeinsamen Nenner"?

P. Thomas Rosica:
Sicherlich! Gerade die Synode im Oktober hat mir  auf eine bemerkenswerte Weise erlaubt, die tägliche Kommunikation der Weltkirche zu erleben. Wenn es da einen Konvergenzpunkt gibt, dann ist es die Jugend, der junge und neue Geist, der in allen Formen und Methoden der Kommunikation in der heutigen Kirche durchscheint.

Die Erfahrungen der letzten Wochen in der Kirche lehren uns, dass wir viel über soziale Kommunikation lernen müssen - innerhalb der Kirche, in der Kirche und in der Welt. Ich bin froh über  diese Ernennung, und ich bin dankbar für die Gelegenheit, der Kirche weiterhin dienen zu dürfen.

(Die Fragen stellte Anita Bourdín)