Vorbereitungen zur Seligsprechung von 188 Märtyrern in Japan

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ROM,11. Juni 2007 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. unterzeichnete am 1. Juni das Dekret für die Seligsprechung von 188 Priestern, Ordensleuten und Laien, die zwischen 1603 und 1639 aufgrund ihres Glaubens in Japan umgekommen waren. Die Japanische Bischofskonferenz wird nun in Absprache mit dem Heiligen Stuhl das Datum für die Seligsprechung festlegen.



Der Seligsprechungsprozess für den Jesuitenpater Peter Kassui Kibe und seine 187 Gefährten wurde 1996 eröffnet, aus Anlass des 400. Jahrestages ihres Martyriums in Nagasaki. Größtenteils handelt es sich um Laiengläubige, unter ihnen auch Frauen und Kinder. Vier der 188 Märtyrer sind Priester.

Die Märtyrer von Nagasaki mussten sterben, weil sie nicht auf das Recht verzichten wollten, ihren Glauben frei zu bekennen, und weil sie sich ihren Verfolgern widersetzten. „Sie haben nicht für die Verteidigung der Menschenrechte gekämpft, und sie waren auch keine Parteigänger, die gegen das Regime protestiert hätten. Sie waren ganz einfach Menschen mit einem tiefen und echten Glauben; Menschen, die ihr Leben für das geopfert haben, woran sie glaubten. Sie geben allen viel zu denken“, so heißt es in einer Erklärung des japanischen Episkopats.

Die Hirten des Landes haben eine Kommission eingerichtet, die sich mit der Vorbereitung der historischen Seligsprechung befassen soll. Dazu gehören auch eine Reihe von Initiativen, die den japanischen Katholiken Gelegenheit geben werden, ihren Glauben zu bezeugen.

Die Katholiken stellen in Japan eine Minderheit dar: Unter rund 127 Millionen Menschen leben 450.000 einheimische und 550.000 in Japan lebende Katholiken.

Die Kirche gedenkt jedes Jahr mehrerer Glaubenszeugen, die in Japan das Leben lassen mussten: Paul Miki und Gefährten, Grace Hosawaka, Ludwig Ibaragi, Michael Kozaki und Takayam Ukon.