Vorbereitungsdokument zur Familiensynode

Die pastoralen Herausforderungen

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 648 klicks

In dem Vorbereitungsdokument für die Sondersynode mit dem Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung“, die vom 5. bis 19. Oktober 2014 im Vatikan stattfinden wird, heißt es, dass es wohl noch nie so dringend und notwendig erschienen sei, Familien im alltäglichen Kontext das Evangelium anzubieten. Neue Problematiken und Situationen stellten neue pastorale Herausforderungen.

Die soziale und spirituelle Krise werde zu einer „pastoralen Herausforderung“, die „die evangelisierende Mission der Kirche für die Familie“ zu Rate ziehe. In dem Dokument ist zu lesen, dass das, was wir erleben, eine Zeit sei, in der sich bis vor einigen Jahren noch unbekannte Probleme herauskristallisieren, wie nichteheliche Lebensgemeinschaften und gleichgeschlechtliche Verbindungen. Jedoch seien auch neue Situationen gemeint, die die Aufmerksamkeit der Kirche erfordern, wie neue Vorstellungen von der Familie, das Phänomen der Leihmutter oder die Instabilität der Ehe. Für den kirchlichen Bereich bedeute dies das Verlassen des Glaubensaspektes im Sakrament der Ehe. Die frohe Botschaft, das Sakrament, müsse, daran erinnert das Dokument, mit einer menschlichen, persönlichen, partnerschaftlichen Erfahrung gelebt werden, die offen sei für „das Geschenk der Kinder“. In der Ehe bestehe für die Partner die Möglichkeit, an der Schöpfung des Herrn teilzunehmen. Überdies sei ihnen die Verantwortung übertragen, andere Menschen für die Zukunft großzuziehen und zu erziehen.

In der„Familiaris Consortio“ unterstreiche Johannes Paul II., dass Gott der Menschheit, dem Mannes und der Frau die Berufung, die Fähigkeit und die Verantwortung der Liebe und der Gemeinschaft zuteilwerden lasse. Überdies erinnere der Katechismus der katholischen Kirche daran, dass die eheliche Verbindung, in der ein Mann und eine Frau eine innere Verbindung von Leben und Liebe gründen, auf Regeln des Schöpfers basiere. Papst Franziskus schreibe in seiner Enzyklika „Lumen Fidei“, es sei möglich, eine Liebe, die für immer andauere, zu versprechen, wenn man etwas Größeres als die eigenen Projekte erkenne, etwas, das unterstütze und erlaube, die gesamte Zukunft dem geliebten Menschen zu schenken.

Das Dokument endet mit einer Serie von entscheidenden Fragen, die die pastoralen Herausforderungen an die Kirche bezüglich der Familien betreffen.

Der vollständige Text des Dokumentes kann hier nachgelesen werden.