Vorhof der Völker auf Sizilien

Dialogveranstaltung zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen geht weiter

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ROM, 22. März 2012 (ZENIT.org). – Der „Vorhof der Völker“, die von Papst Benedikt gewünschte Dialogveranstaltung zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen, wird diesmal in Palermo, der Hauptstadt Siziliens, am 29. und 30. März fortgeführt.

Die Treffen, die vom Päpstlichen Rat für die Kulturgüter der Kirche gefördert werden, haben bisher schon in Paris, Bologna, Bukarest, Rom und Tirana stattgefunden.

Die sizilianische Etappe wurde am 20. März im Vatikan präsentiert und wird ein Zeichen für die Kultur der Rechtmäßigkeit und der multikonfessionellen Gesellschaften sein.

Es werden sich Philosophen, Ordensleute, Historiker und  Juristen zusammen mit einem gegen die Mafia eingesetzte Staatsanwalt Pietro Grasso und einer nationalen Gruppe von jungen Aktivisten gegen organisierte Schutzgelderpressung „Adieu racket“ („Schutzgeld Ade“) versammeln.

In Sizilien hat die Kultur des Dialoges und des Rechts bereits, wenn auch nur holprige, Wirkungen gegen das „organisierte Verbrechen“ erzielt: Palermo, einst Wiege der Mafia, wird nun auch Kampffeld gegen die Mafia.

Für Gianfranco Kardinal Ravasi, Präsident des Päpstlichen Rates für die Kulturgüter der Kirche, gibt dieser „Vorhof“ Palermos der Kirche die Möglichkeit, „ihr Engagement gegen die Unrechtmäßigkeit und die ganze Degeneration der Rechten“ zu zeigen.

Wenn man den Standort Siziliens im Mittelmeer bedenkt, könnte Palermo auch den Dialog mit den arabischen Gesellschaften begünstigen.

[Übersetzung des französischen Originals von Jan Bentz]