Vorhof der Völker beginnt in Berlin

Auszeichnung für Komponisten

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 295 klicks

Heute beginnt in Berlin der „Vorhof der Völker“, ein Treffen für „Gottgläubige, Agnostiker und Atheisten“. Der „Vorhof der Völker“ ist eine von Benedikt XVI. angestoßene Dialoginitiative der katholischen Kirche mit den Nicht-Glaubenden. Beim Weihnachtsempfang für die römische Kurie am 21.Dezember 2009 sagte Benedikt XVI.: „Zum Dialog der Religionen muss heute vor allem auch das Gespräch mit denen hinzutreten, denen die Religionen fremd sind, denen Gott unbekannt ist und die doch nicht einfach ohne Gott bleiben, ihn wenigstens als Unbekannten dennoch anrühren möchten.“ Gianfranco Kardinal Ravasi, Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur, hat diese Idee aufgenommen und eine Reihe von Begegnungen zwischen Kirche, Atheisten und Agnostikern an verschiedenen Orten der Welt initiiert, die die Annäherung und die Förderung des gegenseitigen Verständnisses zum Ziel haben. Der „Vorhof der Völker“ wird von heute an bis zum Donnerstag in Berlin zu Gast sein.

Zu Beginn wurden von der vatikanischen Dialoginitiative drei Preisträger eines Kompositionswettbewerbs ausgezeichnet. Prämiert werden die Komponisten Martin Grütter, Josep Planells und Milos Tadic von der Hochschule für Musik Hanns Eisler und der Universität der Künste Berlin. Die Jury – bestehend aus Vertretern der Hochschule für Musik und der Universität der Künste in Berlin - entschied sich dieses Jahr dafür, drei erste Preise zu gleichen Teilen in Höhe von 1.900 Euro zu verleihen, wie das Erzbistum Berlin mitteilte.

Am Mittwoch werden die Stücke im Rahmen der Veranstaltung „Glaubst du, was du weißt, oder weißt du, was du glaubst? – Zwei Prozessionen kreuzen sich“ im Bode-Museum Berlin uraufgeführt.