Vorstellung neuer COMECE-Vorschläge zur EU-Familienpolitik am Montag

„Die EU-Institutionen können mehr zu stabileren Paaren und Familien beitragen“

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BRÜSSEL, 31. Oktober 2007 (ZENIT.org).- Am Montag wird das Sekretariat der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) seinen neuen Beitrag zu einer Familienstrategie auf EU-Ebene vorstellen.



Das Dokument „Vorschlag für eine Strategie der Europäischen Union zur Unterstützung von Paaren und Ehen“ benennt Herausforderungen für Familien in Europa und politische Initiativen, mit denen die EU-Institutionen unterstützend handeln können (Arbeitsrecht, Steuerpolitik, Wohnungspolitik, usw.), heißt es in einer heute veröffentlichten Presseerklärung.

„Stabile Partnerschaften und Familien sind die Quellen gegenseitigen Vertrauens. Sie fördern die Übernahme von Verantwortung und Offenheit gegenüber anderen und bilden so wichtiges soziales Kapital für Europa. Angesichts der demographischen Entwicklung und ständig steigender Scheidungsrate wird den familienbezogenen Themen auch auf EU-Ebene zu Recht verstärkte Aufmerksamkeit geschenkt.“ Die Gründung einer „Europäischen Allianz für Familien“ im Mai 2007 unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft sei in dieser Hinsicht ein wichtiges Signal gewesen.

Mit dem neuen Strategiepapier soll nach Angaben der COMECE einen neuen Anstoß geben. „Die EU-Institutionen können in ihren jeweiligen Kompetenzbereichen mehr zu stabileren Paaren und Familien beitragen.“

Das COMECE-Sekretariat hatte sich bereits im März 2004 zu diesem Thema geäußert (vgl. (EU-Familienstrategie).

Im November 2005 hatten die Vorsitzenden der COMECE in ihrem „Plädoyer für eine europäische Familienstrategie“ alle politischen Verantwortungsträger dazu aufgerufen, „der strukturellen Rücksichtslosigkeit der Gesellschaft gegenüber der Familie entgegenzuwirken“. Unter Wahrung des Subisidiaritätsprinzips und der Zuständigkeiten der Mitgliedsstaaten müsse „auch die Europäische Union dazu einen Beitrag leisten, denn indirekt beeinflussen europäische Politiken und Gesetzgebung die Situation der Familien in Europa“, bekräftigten die Bischöfe damals.

Eine europäische Familienstrategie sollte sich „an der tiefen, in die Geschichte der Menschheit eingeschriebenen Erfahrung der Ehe als einem Band von Frau und Mann orientieren. Dieser Vorstellung entspricht die Interpretation der katholischen Kirche der Ehe als einem Sakrament als Zeichen der Nähe Gottes. Nach Überzeugung der Glaubenden ist dieses Sakrament ein einzigartiges, unauflösbares und für das Geschenk neuen Lebens offene Band und so eine Vergegenwärtigung der Liebe Gottes. Die Ehe wird so zum Fundament der Familie, jener Liebes- und Lebengemeinschaft, auf die sich jede Gesellschaft aufbaut.“

Das Dokument, das am Montag vorgestellt wird, konzentriert sich auf die vielfältigen alltäglichen Schwierigkeiten von Paaren und die Anforderungen für gute Elternschaft (Kinder- und Jugendschutz, Integration, Armutsbekämpfung, usw.).