Wähle das Leben: Benedikt XVI. unterstützt „Kampagne der Brüderlichkeit“ der Kirche in Brasilien

Alles Lebensbedrohliche gehört bekämpft

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BRASILIA, 7. Februar 2008 (ZENIT.org).- Benedikt XVI. hat sich den Bischöfen und Gläubigen in Brasilien angeschlossen, die in ihrer diesjährigen „Kampagne der Brüderlichkeit“ alle Menschen zu wahrer Geschwisterlichkeit und zur Verteidigung des menschlichen Lebens aufrufen. Die Kampagne, die am Aschermittwoch eröffnet wurde, inspiriert sich am Leitwort: „Wähle also das Leben.“

Der Heilige Vater bekräftigt in seinem heute veröffentlichten Schreiben an Erzbischof Geraldo Lyrio Rocha of Mariana, den Vorsitzenden der Brasilianischen Bischofskonferenz, dass „alle Gefahren, die das Leben bedrohen, bekämpft werden müssen“, um mit einem Zitat aus dem Schlussdokument der Bischofsvollversammlung von Aparecida (Brasilien) im Mai 2007 darauf hinzuweisen, dass die Begegnung mit Christus der „Ausgangspunkt“ sei, um den „Wegen des Todes“ zu widersagen und das Leben zu wählen. Die Begegnung mit Christus sei zudem die Brücke , die man überqueren müsse, ehe man „die Heiligkeit des Lebens und die Würde der menschlichen Person voll und ganz“ anerkennen könne.

„Während ich die diesjährige Kampagne der Brüderlichkeit eröffne, erneuere ich meine Hoffnung, dass sich die verschiedenen Instanzen der Zivilgesellschaft mit dem Volkswillen solidarisch erklären mögen, der mit großer Mehrheit alles zurückweist, was den ethnischen Anforderungen der Gerechtigkeit und der Achtung vor dem menschlichen Leben von seinem Beginn bis zu seinem natürlichen Tod widerspricht“, so Benedikt XVI.

Der Bischof von Rom vertraut in seinem Brief alle Brasilianer dem besonderen Schutz Gottes an und bringt seinen Wunsch zum Ausdruck, dass das neue Leben in Christus jeden Menschen voll erfasse, das heißt „in seiner persönlichen, familiären, sozialen und kulturellen Dimension“; es möge seine Gaben des Friedens und des Wohlergehens über alle ausgießen und in jedem Herzen „Gefühle der Brüderlichkeit und der tätigen Zusammenarbeit“ wecken.

Ein Festakt am Hauptsitz der Brasilianischen Bischofskonferenz in Brasilia markierte den offiziellen Start der Kampagne, die traditionsgemäß in der Fastenzeit begangen wird. An ihm nahmen neben dem Generalsekretär der Bischofskonferenz, Msgr. Dimas Lara Barbosa, unter anderem auch die Bischöfe Augusto Dias Duarte, Vorsitzender der Lebensschutz-Kommission, und Guilherme Antonio, Vorsitzender der Kommission für Caritas, Gerechtigkeit und Frieden, teil.

Die Gründerin der Pastoral für die Kindheit, Zilda Arns, betonte, dass die Legalisierung der Abtreibung die Sterberate bei Müttern nicht verringert habe. Dazu seien allein eine gute Betreuung vor der Geburt und bessere Lebensbedingungen erforderlich. „Es ist möglich, sich für das Leben in Fülle einzusetzen und gleichzeitig Leben zu retten, damit sie nicht abgetrieben werden“, so Arns.