Wallfahrt von Vertretern des polnischen Radiosenders Radio Maryia nach Rom

Grußworte von Kardinal Tarcisio Bertone

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 1874 klicks

VATIKANSTADT, 8. November 2012 (ZENIT.org). -

[Wir veröffentlichen die Grüße des Kardinalstaatssekretärs Bertone im Wortlaut:]

Verehrte Brüder im Bischofsamt und im Priestertum,

liebe Brüder und Schwestern!

Am Beginn dieser erhabenen Feier möchte ich von Herzen alle hier Versammelten begrüßen, insberesondere die Bischöfe, die Oberern der Redemptoristenväter sowie die Förderer der Familie von Radio Maria.

In Beantwortung des Aufrufs von Papst Benedikt XVI., im „Jahr des Glaubens“ spezielle Wallfahrten nach Rom und in das Heilige Land einzurichten, habt ihr euch sehr zahlreich aus Polen und anderen Ländern hierher begeben. Diese Pilgerfahrten sind ein besonderer Ausdruck des persönlichen und gemeinsamen Glaubens, ein Zeugnis der Liebe Gottes und der Barmherzigkeit unserem Nächsten gegenüber, ein Zeichnen der Hoffnung darauf, dass wir auf der Wanderschaft unseres Lebens dank der Führung der barmherzigen Hände des Vaters im Himmel an unser Ziel gelangen. Ihr sei daher am Grab des Apostels Petrus angelangt; an die Erinnerungen zahlreicher Heiliger jeder geschichtlichen Epoche, darunter der selige Johannes Paul II., der großen Papst, um von ihnen den Glauben zu erlernen. In Wahrheit besteht der Glaube nicht nur in der Kenntnis der Wahrheit, sondern auch und vor allem in der persönlichen und lebendigen Begegnung mit Jesus Christus, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.   

Liebe Schwestern und Brüder, heute wollt ihr dem Herrn ganz besonders für die 20-jährige Tätigkeit von Radio Maria in Polen danken und seinen Segen für die Zukunft dieses Senders und des Fernsehprogramms TV TRWAM erbitten. Der Herr weiß um die reiche Saat des Guten, die über das gemeinsame Gebet, die Verkündigung des Evangeliums, die Katechese, die Berichterstattung über das kirchliche Leben und die Direktübertragung der Feierlichkeiten und der apostolischen Reisen in die Herzen der Menschen gestreut wurde. Ich vereine mich im Herzen mit eurer Dankbarkeit dafür!

In der heutigen Welt sind Radio und Fernsehen nicht mehr ausschließlich Informationskanäle, sondern immer häufiger auch Kommunikationsmittel und Instrumente der Bildung. In dieser Eigenschaft sind sie wichtige Werkzeuge der Neuevangelisierung und somit Mittel zur Verkündigung Christi, die der Kultur, den Bedürfnissen und der Sensibilitär des zeitgenössischen Menschen angepasst sind. Damit dieser Auftrag tatsächlich ausgeführt werden kann, müssen alle Beteiligten, d.h. Führungskräfte, Redakteure und Radiohörer, vom Heiligen Geist beseelt und treue Nachfolger Christi sein, die dazu bereit sind, vor allen Menschen, sowohl vor den Brüdern im Glauben als auch vor jenen, die nicht von denselben Überzeugungen belebt sind, in Liebe Zeugnis für Christus abzulegen.

Daher bitte ich den Herrn im Rahmen dieser Heiligen Messe durch die Fürsprache der Jungfrau Maria und des Apostels Petrus um eine reiche Erneuerung des Segens für die Familie von Radio Maria, auf dass dessen Radio- und Fernsehesender immer mehr zu Mitteln der Evangelisierung zum Guten der menschen, eurer Heimat und der Weltkirche werden.

[Übersetzung des italienischen Originals von Sarah Fleissner]