Wandlungsworte sind „Lebensformel für das eigene Leben“: Bischof Lettmann bei Priesterweihe

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MÜNSTER, 29. Mai 2007 (ZENIT.org).- Der Geist Gottes ist das „Lebensprinzip der Kirche“, betonte Bischof Reinhard Lettmann zu Pfingsten im vollbesetzten Sankt-Paulus-Dom in Münster. Ohne Heiligem Geist wäre die Kirche nicht mehr als eine Organisation oder eine Partei.

In vielen Diözesen der Welt wurden auch in diesem Jahr zu Pfingsten Hunderte von Diakonen durch Handauflegung des zuständigen Bischofs zu Priestern geweiht.

In seiner Predigt aus Anlass der Priesterweihe von fünf Diakonen der westfälischen Diözese Münster griff Bischof Lettmann das Leitwort aus der Pfingst-Sequenz auf, das die Kandidaten für ihre Weihe ausgewählt hatten: „Gib dem Volk, das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit.“ Er wünschte den Neupriestern für ihren Weg „die Fülle der Gaben Gottes“.

Im Hinblick auf die Frage, wie die kirchlichen Strukturen der Zukunft aussehen sollte, ermutigte der Bischof die Weihekandidaten zu einer Frömmigkeit, die ihre Herzen berühre. „Quellen entspringen zu lassen ist wichtiger, als Strukturen zu schaffen“, bekräftigte er. Damit sei nicht ein geistiger Narzissmus gemeint, sondern vielmehr ein Sich-Berühren-Lassen im „Inneren, in der Tiefendimension, im Persönlichsten“. Das geschehe vor allem bei der Feier der Gottesdienste, in denen sie sich dem Geheimnis Gottes nähern und in einen Dialog mit ihm eintreten könnten.

Die Feier der Eucharistie stehe im Mittelpunkt priesterlichen Lebens und Handelns. In diesem Sinn rief er die Priester dazu auf, die Wandlungsworte zur „Lebensformel für das eigene Leben“ zu machen.

Das Bistum Münster verfügt gegenwärtig über 539 Pfarrgemeinden und rund 965 Diözesanpriester. 530 von ihnen betätigen sich aktiv in der Pfarrseelsorge. 300 Priester sind emeritiert oder leben im Ruhestand.