Weg des Neuanfangs in Limburg geht voran

Kein Ermittlungsverfahren gegen Tebartz-van Elst

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 260 klicks

Wie gestern bekannt gegeben wurde, wir die Staatsanwaltschaft Limburg kein Ermittlungsverfahren gegen den emeritierten Bischof Franz Peter Tebart-van Elst aufnehmen, ebenso wird es kein Verfahren gegen die Mitglieder des Vermögensverwaltungsrates geben, da es bei den Vorermittlungen keinen Anfangsverdacht ergeben habe.

Der Apostolische Administrator für das Bistum Limburg, Weihbischof Manfred Grothe begrüßte die Nachricht uns sagte in einer ersten Reaktion, die Nachricht sei für das Bistum wichtig, da dies den Weg der Aufarbeitung und des Neubeginns erleichtern werde. Grothe sagte, der Papst habe allen im Bistum aufgetragen, die Voraussetzungen zu schaffen, um wieder ein Klima der Barmherzigkeit und Versöhnung im Bistum entstehen zu lassen. Um dies zu gewährleisten, habe man in den letzten Wochen eine umfangreiche Themenliste erstellt, die Finanzfragen, rechtliche und strukturelle Fragen, aber Kommunikation und Miteinander im Bistum umfasse. Man habe bereits viele Verstöße gegen innerkirchliches Recht, insbesondere Beteiligungsrechte kirchlicher Gremien, in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft, bearbeitet.

Folgende Themen stehen ebenso auf der Agenda: Auf Ebene der Verwaltung werde an der Umsetzung der bereits genannten Agenda gearbeitet, was in vielen Bereichen die nötige Klarheit schaffe. So wurde beschlossen, dass die Vorgänge rund um das St. Georgswerk bis zum Jahresende rückabgewickelt werden, die Veräußerung von Anteilen des Gemeinnützigen Siedlungswerkes wird überprüft und die Bedingungen für eine Bereinigung des Sachverhalts abgeklärt,  die öffentlichen Räumlichkeiten im Diözesanen Zentrum St. Nikolaus auf dem Limburger Domberg sollen für Konferenzen und Veranstaltungen des Bistums geöffnet werden.

Alles geschehe in Zusammenarbeit mit Gremien und Organen der Diözese, wie in Gesprächen mit den Mitgliedern des ehemaligen Priesterrates mit den Vertretern der Berufsgruppen in der Diözese sowie mit den synodalen Gremien. Noch in diesem Monat werde die Offenlegung des Vermögens und der finanziellen Verpflichtungen der Rechtsträger „Bistum Limburg“, „Bischöflicher Stuhl“ und „Domkapitel“ stattfinden. An diesen Entwicklungen ist Tebartz-van Elst nicht mehr beteiligt, der in seinem neuen Wohnort Regensburg auf die Aufgabe wartet, die Papst Franziskus ihm zuteilen will.