„Wehret den Anfängen“: Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland warnt vor aktiver Sterbehilfe

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KÖLN, 14. November 2007 (ZENIT.org).- Zu einem Verbot von Sterbehilfe-Organisationen in Deutschland hat nach dem Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky nun auch der Bundespräses des Kolpingwerkes, Monsignore Alois Schröder, aufgerufen.



„Aktive Sterbehilfe ist ein eklatanter Verstoß gegen das 5. Gebot: Du sollst nicht töten!“ Das betonte Schröder gestern, Dienstag, in Köln. Er zeigte sich entsetzt über den jetzt bekannt gewordenen Fall einer Sterbehilfe mit Zustimmung der Klinikleitung an der Berner Universitätsklinik. Unter dem Anspruch von Humanität werde hier einer Kultur des Todes das Wort geredet, erklärte Monsignore Schröder. „Wehret den Anfängen, damit so etwas nicht auch in Deutschland passiert.“

Seine Forderung: „Organisationen, die diese Form von Sterbehilfe propagieren, müssen verboten werden. Was wir brauchen, sind Menschen und Einrichtungen, die schwer und unheilbar Kranke in ihrer schwierigen Situation begleiten.“

Leiden und Sterben seien ein Teil des Lebens. Niemand habe ein Recht auf den Tod. „Nach unserer christlichen Überzeugung ist nur Gott der Herr und Souverän menschlichen Lebens.“ Die Kultur des Lebens und der Liebe aber achte das Gebot des Lebensschutzes von Anfang bis Ende menschlicher Existenz. Sie trete dazu an, alles zu tun, dass Menschen durch ihr schweres Leid hindurch begleitet werden und in Würde sterben können.

„Dazu braucht es noch mehr Anstrengungen im Ausbau von Hospizen und der Palliativmedizin. Daneben brauchen wir Menschen, die aus humanitärer und christlicher Gesinnung unmittelbar Solidarität im Leiden praktizieren.“