Weihbischof Athanasius Schneider: Ein Geschenk für die Kirche

Jugend entdeckt altehrwürdigen Schatz

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ROM, Montag, 16. Mai 2011 (ZENIT.org). – An der päpstlichen Dominikanerhochschule „Heiliger Thomas von Aquin“, dem sogenannten „Angelicum“ in Rom, wurde am Wochenende der 3. Kongress über das Motu Proprio „Summorum Pontificum“ „Giovani e Tradizione, Amicizia Sacerdotale Summorum Pontificum“ (Jugend und Tradition, Priesterliche Freundschaft  von Summorum Pontificum) mit dem Titel „Una speranza per tutta la chiesa“ (Eine Hoffnung für die ganze Kirche) ausgerichtet. Zeitgleich waren von der päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ die Ausführungsbestimmungen „Universae ecclesiae“ zur erforderlich gewordenen kirchenrechtlichen Regelung und Spezifizierung der Anliegen des päpstlichen Motu Proprio „Summorum Pontificum“  aus dem Jahr 2007  veröffentlicht worden.

Zu den Referenten zählten neben dem Präfekten der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Antonio Kardinal Cañizares Llovera, der Kurienkardinal Kurt Koch, als Nachfolger von Walter Kardinal Kasper Präfekt des päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und seit Mai 2011 Mitglied der Kongregation für die Selig-und Heiligsprechungen, der Sekretär der päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“, Msgr. Guido Pozzo auch Weihbischof Athanasius Schneider aus Kasachstan.

ZENIT hatte Gelegenheit, ihn am Rande des Kongresses um ein kurzes Statement zu bitten.

ZENIT: Warum die Feier der Hl. Messe in der außerordentlichen Form für die Menschen von heute? Warum war dies ein besonderes Anliegen Papst Benedikts XVI.? Liegt hier eine „Hoffnung für die Kirche“, wie es im Titel des Kongresses heißt?

Weihbischof Schneider: Sicherlich. Es ist schließlich ein Geschenk des hl. Vaters. Er hat es so ausgedrückt, dass es ein Geschenk für die Kirche ist. Auch die neue Instruktion besagt, dass die erste Zielsetzung des Dokumentes ist, allen Kindern der Kirche diese Form der Liturgie nahezubringen, weil sie einen altehrwürdigen Schatz der Kirche darstellt. Und wenn etwas den Menschen hilft, Gott besser zu erfahren, Gott ist schließlich als ewiges Geheimnis der Liebe auf eine Art auch unfassbar, und wenn eine Form der Liebe dem Menschen mehr hilft, warum sollen wir sie dann nicht verbreiten? Deswegen hat es einen sehr großen pastoralen Wert.

ZENIT: Was bedeutet diese Messform für Sie als Weihbischof und für Sie persönlich?

Weihbischof Schneider: Mir persönlich hat diese Form sehr geholfen. Ich persönlich zelebriere allein in der außerordentlichen Form, es hilft sehr, die Begegnung mit Christus in der heiligen Liturgie innerlich nachzuvollziehen.  Der ganze Ablauf des Ritus ist so geregelt, dass man überhaupt keinen Freiraum mehr hat, etwas Eigenes zu machen. Man verliert sich eben in Christus, weil Christus der eigentliche Zelebrant ist. Das hat mir sehr geholfen und ich denke, es wird auch vielen anderen Priestern helfen.

ZENIT: Kongresse wie dieser, sind sie wichtig? Hat er Ihnen gefallen?

Weihbischof Schneider: Der heutige Kongress ist sehr wichtig und notwendig, damit wir das Anliegen des hl. Vaters weiter verbreiten können. Ich war sehr erfreut, heute festzustellen, wie viele junge Leute, sogar Kinder, Jugendliche und junge Priester gekommen sind. Das ist ein äußeres Zeichen der Jugend der Kirche. Wie es der Psalm im Stufengebet des alten Ritus sagt: „Zum Altare Gottes will ich treten, zu Gott, der mich erfreut von Jugend auf.“

(jb)