Weihnachten im Heiligen Land

90.000 Pilger, palästinensischer Präsident bei der Mitternachtsmesse in Bethlehem

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JERUSALEM, 20.Dezember 2011 (ZENIT.org). - Mehr als 90.000 christliche Pilger aus aller Welt werden aus Anlass des Weihnachtsfestes im Heiligen Land erwartet, wie die katholische Nachrichtenagentur „AsiaNews“ unter Berufung auf das israelische Fremdenverkehrsministerium verlauten ließ. Der Grenzübertritt zwischen Jerusalem und Bethlehem werde für die Festzeit erleichtert. Es werde 5000 „Special permits“ (Spezialberechtigungen) für palästinensische Christen geben, um die Heiligen Stätten besuchen zu können.

Patriarch Fouad Twal wird am 24. Dezember in Bethlehem die Mitternachtsmette zelebrieren, die über „Mondovision“ in alle Welt übertragen wird. Auch der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas hat seine Anwesenheit bei der Mitternachtsmette angekündigt.

Tausende von Christen und Muslimen waren am 11. Dezember in Nazareth zum Anzünden des ersten Christbaums im Heiligen Land zusammengekommen. In Bethlehem wurde am 15. Dezember die gleiche Zeremonie in Anwesenheit von Präsident Abbas (Abu Mazen) vorgenommen; am Samstag, dem 17. Dezember, wurde sie in Beit Sahur in Anwesenheit des palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fayyad durchgeführt.

Die israelischen Behörden werden 5.000 „special permits“ für palästinensische Christen ausgeben, damit sie zu Weihnachten Heilige Stätten in Jerusalem und in verschiedenen Teilen Israels besuchen können. P. Jerzy Kraj vom franziskanischen Pilgerzentrum „Christian Information Center“ ergänzte, dass die israelischen Behörden an 500 Christen aus Gaza,„die älter als 45 sind“, „special permits“ ausstellen würden, damit diese zu Weihnachten nach Jerusalem und Bethlehem reisen könnten.

Das lateinische Patriarchat von Jerusalem bittet zum diesjährigen Weihnachtsfest um drei Gebetsintentionen: „Friede und Versöhnung im Heiligen Land, Miteinander und Stabilität in den Nahost-Staaten, vor allem in Ägypten, Syrien und dem Irak und Überwindung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise“.

Einen weiteren Ansturm von orthodoxen Pilgern vor allem aus Russland, der Ukraine und Rumänien wird es zu Beginn des neuen Jahres zum orthodoxen Heiligen Abend (nach Julianischem Kalender) am 6. Januar und dem Christfest am 7. Januar geben.

Nach Angaben des israelischen Fremdenverkehrsministeriums haben dieses Jahr 1,2 Millionen Personen das Heilige Land besucht, davon mehr als 60 Prozent aus religiösen Gründen. [jb]

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