Weihnachten in Bethlehem zwischen Hoffnung und Freude

Friedensmarsch der Kinder von Jerusalem und Bethlehem am 23. Dezember

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BETHLEHEM, 19. Dezember 2008 (ZENIT.org).- Mit der Beleuchtung des großen Weihnachtsbaumes auf dem Hauptplatz der Stadt wurden am vergangenen Sonntag in Bethlehem offiziell die Weihnachtsfestlichkeiten 2008 eingeleitet. Anwesend waren auch wichtige Staatsmänner Palästinas, angeführt von Präsident Abu Mazen.

„Wir wollen auf diese Weise die Besonderheit dieses Weihnachtsfestes zum Ausdruck bringen“, so der Gemeindepriester von Bethlehem, Vater Samuel Habib. „Der vorweihnachtliche Geist, den ich überall verspüre, ist jener dieser besonderen Tage - der Geist der Freude, der Hoffnung, bei allen Bewohnern der Stadt. Es ist eine ansteckende, die ganze Stadt erfüllende Freude, vermischt mit dem Lächeln der vielen Pilger. Die Atmosphäre ist nicht mehr die der vergangenen Jahre, Dank eines gewissen Rückganges der Gewalt und neuer Hoffnung auf Frieden“.

Laut der italienischen Nachrichtenagentur Sir, konnte Bethlehem im Jahr 2008 bereits 1.500.000 Pilger verzeichnen, und für die Weihnachtstage gibt es unzählige Reservierungen für Hotels, Restaurants und Sammelpunkte.

„Diese Präsenz der Pilger hat zu einem steten Wachstum der Wirtschaft geführt, was wiederum Freude und Hoffnung in die Zukunft des Landes mit sich brachte. Und 2009 scheint noch besser zu werden“, erklärte P. Habib diesbezüglich.

Schon seit ein paar Tagen präsentiert sich Bethlehem den Pilgern beleuchtet und geschmückt, reich an Veranstaltungen, allen voran der am 23. Dezember stattfindende „Friedensmarsch der Kinder von Jerusalem und Bethlehem, der sich bis zur Geburtskirche erstrecken wird, wo man abschließend für den Frieden beten wird“.

Außerdem gab es bereits Zusagen für die Mitternachtsmesse von Seiten des palästinensischen Präsidenten Abu Mazen, der muslimischen Oberhäupter sowie jener der verschiedenen christlichen Konfessionen.

Abschließend meinte Pater Habib: „In dieser Weihnachtszeit, genauso wie zu Ostern, ist es den Bewohnern von Bethlehem und der Umgebung gestattet, die Stadt sowohl zu betreten als auch zu verlassen, um so Verwandte besuchen zu können. Auf diese Weise wird jene trennende Mauer mit ihrem israelischen Check-Point überwunden, die Bethlehem immerhin zu einer geschlossenen Stadt macht“.

(© L´Osservatore Romano vom 17. Dezember 2008. aus dem Italienischen Übersetzt von Katharina Marschall)