Weihnachten ist keine Lichterkirmes und kein Geschenkhandel

Kardinal Tarcisio Bertone besucht das Kinderkrankenhaus „Bambino Gesù“

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ROM, 16. Dezember 2008 (ZENIT.org).- Am heutigen Dienstag besuchte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone das römische Kinderkrankenhaus „Bambino Gesù“. Die „Klinik des Papstes“ auf dem Gianicolo-Hügel nahe am Petersplatz zählt zu den renommiertesten Kinderkrankenhäusern Italiens. Seit 1927 untersteht es dem Vatikan.

„Weihnachten ist keine Lichterkirmes und kein Geschenkhandel“, hob der Kardinal während seines Besuches hervor. Weinachten müsse vielmehr immer als das Gedächtnis des zentralen Ereignisses unseres Heils gelebt werden: „Der Sohn Gottes ist im Schoß Mariens Mensch geworden“.

„Kurz, aber intensiv", so definierte der Verantwortliche des Staatssekretariats seinen Besuch, während dessen er die Weihnachtsglückwünsche des Heiligen Vaters überbrachte. Benedikt XVI. verfolge, so Kardinal Bertone gegenüber den Ärzten und dem Gesundheitspersonal, mit Zuneigung deren Arbeit sowie „die wichtigen Aufgaben, die das Krankenhaus mutig und großherzig voranbringt“.

Nach seinem Empfang durch den Präsidenten der Klinik, Dr. Giuseppe Profiti, der in seinem Grußwort die Beziehung zum Papst und zum Heiligen Stuhl als einen „Mehrwert“ für das Krankenhaus „Bambino Gesù“ bezeichnete, hielt sich der Staatsekretär zuerst im Spielzimmer auf, wo ihn die kleinen Kranken zusammen mit ihren Eltern begrüßten. Dann begab sich Bertone in die Aula Magna, wo er mit den über hundert Mitgliedern des Krankenhauspersonals zusammentraf.

In seiner Ansprache erklärte Bertone, dass das Heilsereignis der Geburt des Erlösers die Befreiung von dem „Aussatz der Sünde“, von der „Droge des Egoismus“, vom „finsteren und kalten Tunnel des Todes“ bedeute.

So verabschiedete sich Kardinal Bertone abschließend mit dem Wunsch, dass alle nicht nur mit der anerkannten Professionalität weiterarbeiten sollten, sondern auch mit einem herausragenden Sinn an Menschlichkeit, Verständnis, Freundschaft und Liebe.