Weihnachtsstimmung auf dem Petersplatz: Papst Benedikt empfängt Pilger aus Bozen

Zeremonie zur Illuminierung des Weihnachtsbaums mit Kardinal Lajolo

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VATIKAN, 14. Dezember 2007 (Zenit.org).- Heute, Freitag, wurden die Lichter der 140 Jahre alten, rund 26 Meter hohen und drei Tonnen schweren Fichte aus der Südtiroler Gemeinde San Vigilio di Marebbe im Gadertal (Bozen) entzündet worden, die in diesem Jahr auf dem Petersplatz an die Geburt Christi erinnert.



Die feierliche Zeremonie leitete Kardinal Giovanni Lajolo, Präsident des Governatorates der Vatikanstadt. Der Weihnachtsbaum, der mit über 2.000 Ornamenten geschmückt ist, steht neben der Krippenszene, die sich noch im Aufbau befindet.

Papst Benedikt XVI. empfing breeits zu Mittag die Vertreter der fünf Gemeinden des Gadertales, denen er in seiner Muttersprache von Herzen dankte: „Danke für euren Besuch, über den ich mich freue; ganz besonders freue ich mich über das Geschenk, das ihr mir mitgebracht habt: den Christbaum, der neben der Krippe, die noch aufgebaut wird, den Petersplatz ziert. Einem jeden von euch gilt mein herzlicher Gruß, angefangen vom Herrn Landeshauptmann von Südtirol Dr. Luis Durnwalder und vom Herrn Bürgermeister von St. Martin in Thurn, denen ich auch für die freundlichen Worte danke, mit denen sie die gemeinsamen Empfindungen zum Ausdruck gebracht haben.“

Der Heilige Vater sagte, er sei sich bewusst, „dass die ganze Bevölkerung des Tales in die Vorbereitungen dieses besonderen Ereignisses miteingebunden war, besonders auch die Schüler, die am Malwettbewerb ‚Der Christbaum im Vatikan‘ teilgenommen haben. Allen danke ich für das wunderbare Geschenk dieser Fichte wie auch der anderen Bäume, die dazu beitragen, in den verschiedenen Räumen des Vatikans eine weihnachtliche Stimmung zu schaffen. Möge diese schöne Initiative unter allen Christen im Gadertal wieder neu das Verlangen wecken, die Werte des Lebens, der Liebe und des Friedens, die uns das Geburtsfest Christi Jahr für Jahr eindringlich in Erinnerung ruft, konsequent zu bezeugen.“

Auf Italienisch fortfahrend, wies der Papst auf den tiefen symbolischen Sinn des Weihnachtsbaums hin, der mit seinen immergrünen Nadeln ständig auf jenes Leben verweise, „das nicht stirbt“.

Die Krippe, der Christbaum und die übrigen weihnachtlichen Symbole seien wichtige Hinweise auf das „große Mysterium der Inkarnation und der Geburt Jesu, die die Liturgie der Advents- und Weihnachtszeit beständig vor Augen führt. Der Schöpfer des Universums, der sich zum Kind gemacht hat, ist in unsere Mitte gekommen, um unseren menschlichen Weg mit uns zu gehen. Er hat sich ganz klein gemacht, um das Herz des Menschen zu betreten und ihn so durch die Macht seiner Liebe zu erneuern. Bereiten wir uns also darauf vor, ihn gläubig zu empfangen – mit einem Glauben, der von starker Hoffnung erfüllt ist.“

Die Krippe, die am Weihnachtsabend enthüllt werden wird, besteht aus 17 Figuren in Lebensgröße. Bei neun von ihnen handelt es sich um Originalfiguren, die der heilige Vinzenz Pallotti 1842 für die Krippenszene in der römischen Kirche Sant'Andrea della Valle zur Verfügung gestellt hatte. Die übrigen acht Figuren sind im Lauf der Jahre dazugekommen. Im letzten Jahre hatte beispielsweise die autonome Provinz Trient neben mehreren Holzfiguren und -tieren auch Haushaltsgeräte gespendet, um das tägliche Leben anschaulicher darzustellen.

Die Krippe, die ab dem 19. Dezember in der Audienzhalle Pauls VI. im Vatikan zu sehen sein wird, und der dazugehörige Christbaumschmuck sind das Werk von Künstlern aus Mexiko. Während die Krippenfiguren aus der Zeit des spanischen Neubarock stammen, zeugt die Dekoration vom traditionellen mexikanischen Kunsthandwerk. Auch die Weihnachtsszene auf dem Petersplatz wird einen mexikanischen „Touch“ haben: Vier mexikanische Barockengel sind mit dabei.

Die Initiative „Mexikanische Weihnachten im Vatikan“ wurde zur Feier der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen Mexiko und dem Heiligen Stuhl vor 15 Jahren ins Leben gerufen.