Weißer Rauch, schwarzer Rauch

Die Signale für die Wahl eines neuen Papstes

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 899 klicks

Seit dem Konklave des Jahres 2005 kommt zur besseren Unterscheidung der Farbe der „fumate“ (die erfolgreiche Wahl eines Papstes oder einen ergebnislosen Wahlgang kennzeichnender Rauch) zur Erzeugung des Rauchs zusätzlich zum traditionellen Ofen für die Verbrennung der von den Kardinälen abgegebenen Stimmzetteln eine weitere Vorrichtung zum Einsatz. Diese steht neben dem die Wahlzettel verbrennenden Ofen und verfügt über ein Fach, in dem je nach dem Wahlergebnis unterschiedlich gefärbten Rauch produzierende Zusammensetzungen miteinander vermischt werden können. Das gewünschte Ergebnis wird über ein Bedienungsfeld eingegeben und hält mehrere Minuten lang an, während die Stimmzettel im anderen Ofen verbrennen.

Die Bestandteile der chemischen Verbindung für die schwarze „fumata“ sind Kalium-Perchlorat, Anthracen und Schwefel. Die weiße „fumata“ ergibt sich aus der Kombination von Kaliumchlorat, Laktose und Kolophonium, einem natürlichen, aus Nadelbäumen gewonnenen Bernsteinharz. Vor 2005 wurde der schwarze Rauch mit Hilfe von Ruß oder Pech und der weiße durch die Verwendung von nassem Stroh hergestellt.

Die Rohre des Ofens und des raucherzeugenden Gerätes laufen innerhalb der Sixtinischen Kapelle zusammen und enden als ein Rohr in dem über dem Dachfirst der Kapelle installierten Kamin, der vom Petersplatz aus sichtbar ist. Zur Verbesserung des Zugs wird das Ofenrohr durch elektrischen Widerstand vorgeheizt. Zusätzlich ist ein Ventilator eingebaut.