Weiter Brücken bauen

Katholische Jugend zieht positive Bilanz des Katholikentages. Und mahnt, sich nicht auszuruhen

Düsseldorf, (BDKJ) | 204 klicks

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zieht ein positives Fazit des 99. Deutschen Katholikentages in Regensburg. „Die Stärke der katholischen Kirche ist ihre Vielfalt. Wie unterschiedlich Menschen glauben, beten, feiern und sich für andere einsetzen, das haben die Tage eindrucksvoll gezeigt“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Wolfgang Ehrenlechner. „Diese Unterschiede sind eine Bereicherung für die Kirche und nicht – wie manche meinen - eine Bedrohung. Denn Verbände und Bistümer, Bischöfe und Laien, Frauen und Männer, junge und alte Menschen haben ein gemeinsames Anliegen: den Glauben an Christus zu bekennen, zu feiern und mit ihm Gesellschaft zu gestalten.“

Gleichzeitig mahnt der neue BDKJ-Bundesvorsitzende: „Wir dürfen uns nicht auf vier schönen, intensiven Tagen ausruhen. Wir haben als Kirche noch viele Brücken zu bauen. Zu jungen Menschen, zu Menschen am Rand, Brücken in die Gesellschaft aber auch in der Kirche selbst.“ Besonders im Jugendprogramm sei deutlich geworden, dass Spiritualität und Glaube jungen Menschen wichtig sind. „Gleichzeitig wünschen sie sich Veränderungen in ihrer Kirche. Zum Beispiel in Sachen Gleichberechtigung oder in der Frage der Sexuallehre“, so Ehrenlechner.

Der Katholikentag habe auch gezeigt, dass Kirche gesellschaftliche Themen setzen könne, etwa beim Klimaschutz oder Nachhaltigkeit. „Über Bewahrung der Schöpfung zu reden heißt heute,  sich konkret mit Energie-Fragen und Konsum auseinanderzusetzen. Auch hier hat der Katholikentag Impulse gesetzt“, so Ehrenlechner.

Der BDKJ freut sich auf den 100. Katholikentag 2016 in Leipzig, bedauert aber, dass der nächste Ökumenische Kirchentag erst 2021 wieder stattfinden soll. „Wenn das so wäre, müssen Katholikentag und Evangelischer Kirchentag noch ökumenischer vorbereitet  und umgesetzt werden.“ Angesicht der vielen eingesetzten Ressourcen regt der BDKJ an, eine Debatte über den Zweijahresrhythmus zu führen.