Weitergabe des Glaubens durch kulturelle Aktivitäten

Briefing zur Synode

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ROM, 22. Oktober 2012 (ZENIT.org). - Am Briefing vom 19. Oktober 2012 nahm außer dem Assistenten der deutschen Sprachgruppe P. Markus Graulich SDB Erzbischof Robert Zollitsch teil, um über den bisherigen Verlauf der Synode und die angesprochenen Themen zu sprechen.

Eine wichtige Rolle bei der Evangelisierung komme den Familien zu, weil die Kinder hier im Alltag und im familiären Rahmen an den Glauben herangeführt würden. Erzbischof Zollitsch sprach in diesem Rahmen das Problem der konfessionellen Mischehen und der hohen Scheidungsrate, die circa 40 Prozent beträgt, an. Das Scheitern der Ehe und die damit verbundenen, sehr vielgestaltigen Probleme müssten stärker berücksichtigt werden. Die Ehevorbereitung und -begleitung seien wichtige Elemente, um langfristig die Familie zu stärken.

Die Weitergabe des Glaubens könne sehr gut über kulturelle Aktivitäten erfolgen. Erzbischof Zollitsch führte dazu aus, dass der Dialog mit der Kultur und auch den Naturwissenschaften stärker gesucht werden müsse.

Im Gegensatz zu früher sei die Bindung an die Pfarrei in der heutigen Zeit häufig schwächer ausgeprägt. Die klassischen Orte der Evangelisierung wie die Gemeinde, geistliche Zentren und Wallfahrten würden durch ein Netzwerk kleiner Gemeinschaften ergänzt. Eine Herausforderung stelle die Erwachsenenbegleitung dar, mit der eine breite Palette von Aufgaben verbunden sei. Zur Bewältigung dieser Problemkreise sei der Einsatz ehrenamtlicher Hilfskräfte unverzichtbar.

Um den Aufgaben bestmöglich gerecht zu werden, seien Demut, die Konzentration auf das Innere und die Nähe zu den Menschen erforderlich. Erzbischof Zollitsch betonte, dass die Kirche die Sprache der Menschen sprechen müsse, um sich den Gläubigen mitteilen zu können. Kirche und Gläubige müssten aufeinander hören und gemeinsam handeln. Die Kirche müsse sich der Frage stellen, was Demut für sie bedeute. [bd]