Welche Herausforderungen bedeuten die neuen religiösen Bewegungen für die Kirche?

Internationale Konferenz in Rom über Ergebnisse vier exemplarischer Länderstudien

Rom, (ZENIT.org) Jan Bentz | 593 klicks

Die Deutsche Bischofskonferenz veranstaltet vom 9. April bis 11. April eine internationale Konferenz in Rom, um die Ergebnisse von vier exemplarischen Länderstudien vorzustellen, die sich mit dem Thema der Herausforderungen der Ausbreitung neuer religiöser Bewegungen beschäftigt haben. [ZENIT berichtete] Für Lateinamerika fiel die Wahl auf Costa Rica, für Asien auf die Philippinen, für Afrika auf die Republik Südafrika und für Osteuropa auf Ungarn.

Ziel der Konferenz ist laut der Veranstalter, konkrete Handlungsorientierungen und pastorale Konzepte für jene Ortskirchen zu debattieren, die vom Phänomen der „Neuen religiösen Bewegungen“ besonders betroffen sind.

Die Schirmherrschaft über die Konferenz hat der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Kardinal Koch, übernommen, der auch das Schlussreferat halten wird mit den Titel: „Worin liegt die Aufgabe des Rats zur Förderung der Einheit der Christen?“

Die Moderation übernimmt Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger (München-Freising/Deutschland), Vorsitzender der Unterkommission für wissenschaftliche Aufgaben im weltkirchlichen Bereich der Deutschen Bischofskonferenz.

Den Auftakt am 9. April um 14.00 Uhr bildet der Vortrag von Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg/Deutschland) über die „Geschichte des Forschungsprojekts und Zielsetzung der Konferenz“.

Um 14.15 Uhr folgt Prof. Michael Fuss (Rom/Italien) mit: „‚Hört, was der Geist den Gemeinden sagt.‘ Ekklesiologie zwischen Neuen religiösen Bewegungen und neuer Pentekostalität.“

Um 16.00 Uhr berichtet Prof. José Casanova (Washington/USA) über „Neue religiöse Bewegungen als globales Phänomen zwischen Säkularisierung, religiöser Revitalisierung und Fundamtentalismus.“

Um 17.30 Uhr stellt Prof. Karl Gabriel (Münster/Deutschland) die Ergebnisse der vier Länderstudien der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben (Costa Rica, Philippinen, Ungarn, Südafrika) vor.

19.30 Uhr: Empfang durch den Stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz,Bischof Norbert Trelle (Hildesheim/Deutschland), im Campo Santo Teutonico.

Ab Mittwoch kommen dann folgende Themen zur Sprache: „Wie nehmen die Akteure innerhalb der katholischen Kirche das Phänomen der Neuen Religiösen Bewegungen wahr? (Schwerpunkt Lateinamerika); „Welches Konfliktpotenzial beinhaltet das Phänomen der Neuen religiösen Bewegungen?“ (Schwerpunkt Afrika); „Neue religiöse Bewegungen im Kontext eines wachsenden religiösen Pluralismus in säkularen Gesellschaften“ (Schwerpunkt Europa und Nordamerika); „Wie geht die katholische Kirche konstruktiv mit den Neuen religiösen Bewegungen um?“ (Schwerpunkt Asien); „Was macht die Neuen religiösen Bewegungen so attraktiv?“ „Wie sollen sich die Ortskirchen verhalten?“ (Prof. Philip Jenkins, Waco/USA); „Was bedeutet dieses Phänomen für die pastoralen Konzepte der Weltkirche?“ (Bischof Norbert Klemens Strotmann Hoppe M.S.C., Chosica/Peru).

Koreferenten sind: Bischof Rodolfo Valenzuela Núñez, Verapaz/Guatemala; Erzbischof Buti Joseph Tlhagale, Johannesburg/Republik Südafrika; Bischof Denis Madden, Baltimore/USA; Weihbischof Pablo Virgilio Siongco David, San Fernando/Philippinen.

Die inhaltliche Durchführung der Konferenz liegt bei der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz für weltkirchliche Aufgaben. Konferenzsprachen sind Englisch, Spanisch, Deutsch (mit Simultanübersetzungen).

Konferenzadresse:

Casa Bonus Pastor, Via Aurelia, 208, 00165 Rom, Italien Tel.: +39 06 69 87 12 82
Tagungsbüro (9. – 11.4.2013) Tel.: +49 1 51 46 10 07 74