Weltbischofssynode 2008: Vatikan bittet um Beiträge

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ROM, 5. Februar 2007 (ZENIT.org).- Der Heilige Stuhl hat die Vorsteher der Ortskirchen um Rückmeldungen bezüglich des Arbeitsdokuments zur nächsten Weltbischofssynode gebeten. Das Treffen der Bischöfe, das dem Thema „Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche“ gewidmet ist, wird vom 5. bis zum 26. Oktober 2008 im Vatikan stattfinden.



Die Konsultierung geschieht mittels einer Rohfassung der so genannten „Lineamenta“ (Orientierungen) und eines beigefügten Fragekatalogs, der den nationalen Bischofskonferenzen, den Synoden der katholischen Ostkirchen, den Einrichtungen der Römischen Kurie und der Union der Generaloberen zugesandt wird. Das gab der Ordentliche Rat der Bischofssynode in der vergangenen Woche im Zuge eines Vorbereitungstreffens bekannt.

Nach Worten Benedikts XVI. sind die „Lineamenta“, deren Endfassung im Januar 2008 vorliegen soll, für die ganze Kirche ein wertvolles Instrument, um das Synodenthema zu vertiefen. Das Wort Gottes sei für alle Jünger Christi bestimmt, und deshalb müsse ihm auch eine besondere Verehrung und ein besonderer Gehorsam entgegengebracht werden, um so als dringlicher Anfruf zur vollen Gemeinschaft unter den Christgläubigen aufgenommen zu werden. Der Papst wünscht sich, dass die Weltbischofssynode dazu beitragen möge, die Bedeutung des Wortes Gottes für das Leben jedes Christen und jeder Gemeinschaft, sei sie nun kirchlicher oder ziviler Natur, neu zu entdecken.

Die Bischofssynode ist eine kirchliche Einrichtung, die den Zweck hat, „die Einheit und Zusammenarbeit der Bischöfe der ganzen Welt mit dem Apostolischen Stuhl durch gemeinsames Studium der Lage der Kirche und die einträchtige Lösung all jener Fragen bezüglich ihrer Sendung zu fördern. Sie ist kein Konzil, kein Parlament, sondern eine Synode besonderer Art“ (Papst Paul VI., 22.September 1974).

Der Begriff „Synode“ kommt aus dem Griechischen („synodos“) und bedeutet „Zusammenkunft“. Im Fall der Bischofssynode kommen ausgewählte Bischöfe als Vertreter des gesamten Episkopats zusammen, um den Papst mit Wort und Rat bei der Leitung der Weltkirche zu unterstützen.

Die am 15. September 1965 eingeführte Bischofssynode versteht sich als Dienst an der Einheit und der Kollegialität der Bischöfe aus aller Welt mit dem Heiligen Vater.