Weltbischofssynode über das Wort Gottes mit Kardinal Meisner

Papst Benedikt XVI. berief 32 Bischöfe, 41 Experten und 37 Hörer

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ROM, 8. September 2008 (ZENIT.org).- Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner wird auf Wunsch des Papstes an der 12. Generalversammlung der Bischofssynode teilnehmen, die sich vom 5. bis zum 26. Oktober im Vatikan mit dem Thema „Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche“ befassen wird.

Wie der Vatikan am 6. September berichtete, hat Papst Benedikt zusätzlich zu den von den Bischofskonferenzen vorgeschlagenen Bischöfen insgesamt 32 weitere bischöfliche Mitglieder ernannt sowie 41 so genannte „Experten“ (lateinisch „adiutores secretarii specialis“, Unterstützer des Sondersekretärs) und 37 „Hörer“ („auditores“).

Aus Deutschland werden neben Kardinal Meisner die Bischöfe von Würzburg und Eichstätt, Friedhelm Hofmann und Gregor Maria Hanke, als „Mitglieder“ an der Vollversammlung teilnehmen.

Als „Experten“ berief der Papst unter anderem den Generalsekretär der Katholischen Bibelföderation, Dr. Alexander Schweitzer, den Wuppertaler Neutestamentler Professor Thomas Söding und den Gaminger Neutestamentler Professor Michael Waldstein.

Der Gruppe der 37 „Hörer“ gehören unter anderem die Dresdner Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz und der Erste Rektor der Katholischen Universität Eichstätt, Professor Nikolaus Lobkowitz, an. Letzterer leitet an der genannten Universität das Zentralinstitut für Mittel- und Osteuropastudien (ZIMOS).

Bereits im Juni hatte Papst Benedikt die drei Vorsitzenden der Bischofssynode ernannt: Kardinal William Joseph Levada, Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre; Kardinal Oswald Gracias, Erzbischof von Bombay (Indien), und Kardinal Odilo Pedro Scherer, Erzbischof von São Paulo (Brasilien).

Jeder „delegierte Vorsitzende“ hat, wie in Artikel 3 der aktuellen Ordnung der Bischofssynode festgelegt ist, drei Aufgaben.

„1. die Arbeiten der Synode zu leiten, entsprechend den Befugnissen, die ihm im Berufungsschreiben zuerkannt wurden, gemäß der festgesetzten Reihenfolge der zu behandelnden Themen sowie unter Einhaltung der in dieser Ordnung vorgeschriebenen Verfahrensregeln;

2. wenn es angebracht und ratsam ist, bestimmten Mitgliedern besondere Aufgaben zuzuweisen, damit die Versammlung in möglichst geeigneter Weise sich ihren Arbeiten widmen kann;

3. die Akten der Versammlung zu unterschreiben. Wenn es mehrere delegierte Vorsitzende gibt, unterschreiben alle die Abschlussakten der Versammlung.“

Erzbischof Nikola Eterović, Generalsekretär der Bischofssynode, weist im Vorwort zum unlängst veröffentlichten Arbeitsdokument zur bevorstehenden Vollversammlung (Instrumentum Laboris) darauf hin, dass das gewählte Thema „Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche“ christologisch verstanden werden könne: „Jesus Christus im Leben und in der Sendung der Kirche“.

Dieser christologische Zugang sei „notwendigerweise mit einem pneumatologischen Zugang verbunden“. Beide zusammen führten „zur Entdeckung der trinitarischen Dimension der Offenbarung“.

Die Weltbischofssynode im Oktober sieht er als „Weg der Wiederentdeckung des Wortes Gottes“ und somit als Weg der „Wiederentdeckung des Gottmenschen Jesus Christus“.