Weltflüchtlingstag 2007: 40 Millionen Menschen sind betroffen

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ROM, 19. Juni 2007 (ZENIT.org).- Seit Jahren werden in verschiedenen Ländern und Regionen der Welt besondere Tage und sogar Wochen abgehalten, die den Flüchtlingen gewidmet sind. Rund 30 Jahre lang wurde am 20. Juni der „Tag des afrikanischen Flüchtlings“ begangen. Im Jahr 2000 fasste die UNO-Vollversammlung aus Anlass des 50jährigen Bestehens des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) und der Ratifizierung der Genfer Flüchtlingskonvention den Entschluss, den 20. Juni zum Weltflüchtlingstag zu machen. Dies war unter anderem Ausdruck der Solidarität mit Afrika, jenem Kontinent, der die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat und wo traditionell eine besondere Großzügigkeit gegenüber Flüchtlingen an den Tag gelegt wird. Der Weltflüchtlingstag will den unbeugsamen Geist und Mut der Flüchtlinge in aller Welt Tribut zollen.



Schätzungen des UNHCR zufolge befinden sich rund 40 Millionen Menschen auf der Flucht. Auch die Vereinigung Jugend Eine Welt will als eine neue Generation des Friedens zu diesem Tag Millionen von Flüchtlingen in der Welt Ermutigung, Unterstützung und Respekt zusprechen.

Das diesjährige Schwerpunkt-Land des Hilfsengagements der genannten Einrichtung ist der Sudan. Die mehr als 20 Jahre andauernden Unruhen in diesem Land haben Millionen von Menschen zu einem Leben auf der Flucht, in Unsicherheit und Armut veranlasst. „Jugend Eine Welt“ und seine Partner vom Don-Bosco-Netzwerk unterstützen dabei mit ihrer Schwerpunktarbeit die neu entstehende Gesellschaft im ärmsten Land Afrikas. Es soll eine Gesellschaft geprägt von Frieden und Würde sein, heißt es in einer entsprechenden Presseerklärung.

„Zwei Millionen Menschen hat der Kampf zwischen dem arabisch dominierten Norden und dem nicht-arabischen Süden bisher das Leben gekostet. Ein Viertel der Landbevölkerung kam um Hab und Gut und wurde zur Flucht gezwungen. Hunderttausende Menschen emigrierten nach Äthiopien, Kenia, Ägypten und in andere Nachbarstaaten. Waren es anfangs vor allem die Christen, die aus dem Südsudan vertrieben wurden, zwang 2003 ein Rebellenaufstand in der westsudanesischen Region Darfur zusätzliche acht Millionen Menschen zur Flucht in Richtung Hauptstadt Khartum. Die Metropole, die dank der Ölvorkommen über westlichen Wohlstand verfügt, wurde von unzähligen Flüchtlingslagern umringt. Für die Region Darfur wurde erst 2006 mittels internationalen Drucks das Darfur-Friedensabkommen ausgehandelt. Nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen Nord und Süd im Jahr 2005 machten sich die ersten Vertriebenen auf, in ihre Heimat, den Südsudan, zurückzukehren.“