Welthandelsgipfel in Hongkong soll den Ärmsten der Armen Zugang zu den Märkten ermöglichen

Benedikt XVI. fordert Unterstützung für die ländliche Bevölkerung in den Entwicklungsländern

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ROM, 25. November 2005 (ZENIT.org).- Mit Blick auf die internationale Konferenz der Welthandelsorganisation (\"World Trade Organisation\", WTO), die vom 13. bis zum 18. Dezember in Hongkong (China) stattfinden wird, rief Benedikt XVI. am Donnerstag zur Solidarität mit den ärmsten Nationen auf und forderte für sie Zugang zu den internationalen Märkten.



Diesen Appell richtete der Heilige Vater anlässlich eines Treffens mit den Teilnehmern der 33. Konferenz der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Rom an die internationale Staatengemeinschaft. \"Der Heilige Stuhl ist zuversichtlich, dass sich der Verantwortungssinn und die Solidarität mit den Ärmsten der Armen durchsetzen wird, so dass Einzelinteressen und die Logik der Macht an Einfluss verlieren\", betonte der Papst.

\"Es darf nicht vergessen werden, dass die große Verwundbarkeit der ländlichen Gebiete erhebliche Auswirkungen auf die Existenz von Kleinbauern und deren Familienangehörigen hat, wenn ihnen der Marktzugang verwehrt wird.\" Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, müsse man \"die grundlegende Bedeutung der bäuerlichen Familie als Hüterin von Werten und ihre naturgegebene solidarische Mittlerrolle zwischen den Generationen\" sehen und berücksichtigen.

Der Heilige Vater forderte aus diesem Grund Unterstützungsmaßnahmen für die Frauen auf dem Land, zugleich aber auch für die Kinder. \"Ihnen muss man nicht nur Nahrung, sondern auch eine grundlegende Ausbildung garantieren.\" Der Kirche seien die Kleinbauern ein \"besonderes Anliegen\", betonte Benedikt XVI. Diese machten \"vor allem in den Entwicklungsländern einen wesentlichen Teil der beschäftigten Bevölkerung\" aus, fuhr er fort.

\"Eine Handlungsoption könnte darin bestehen sicherzustellen, dass die Landbevölkerung jene Mittel und Instrumente erhält, die sie benötigt: Ausbildung und Schulung genauso wie Organisationsstrukturen, die das Überleben von kleinen Familienbauernhöfen und deren Angestellten gewährleisten.\" Zudem sei es von großer Bedeutung, \"den Eingeborenen zu helfen\". Viel zu oft würden deren Würde und Interessen aus Profitsucht eingeschränkt werden.