Weltjugendtag 2008: Kooperation mit Vertretern des Islams

Weihbischof von Sydney (Australien) sieht Stärkung aller Religionen

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SYDNEY, 21. August 2007 (ZENIT.org).- Vor genau zwei Jahren, am Sonntag, dem 21. August 2005, ging der XX. Weltjugendtag mit der Vigil und Abschlussfeier in Gegenwart von Papst Benedikt XVI. auf dem Marienfeld bei Köln zu Ende. Die Organisatoren des bevorstehenden internationalen Weltjugendtages 2008 in Sydney haben nun die Vertreter des Islams in Australien zu einem Informationsabend eingeladen und ihnen versichert, dass das Großereignis für alle Jugendlichen, ganz gleich, welcher Religion sie angehören mögen, zu einer echten Glaubensfeier werde.



Weihbischof Anthony Fisher, der Weltjugendtagskoordinator, wies darauf hin, dass die Informationsveranstaltung dazu gedient habe, Wege anzudenken, wie die islamische Gemeinschaft sich bei der kirchlichen Veranstaltung einbringen könne, die vom 15. bis 20. Juli 2008 in Australien stattfindet. „Der Weltjugendtag ist eine Gelegenheit wie keine andere, um jeden Aspekt des Glaubenlebens in Australien zu erneuern“, unterstrich der 47 Jahre alte Bischof.

„Auch wenn sie eine katholische Initiative sind, haben sich die Weltjugendtage in den Ländern, wo sie abgehalten wurden, historisch gesehen immer positiv auf jede Form von Bekenntnis ausgewirkt. Dies war eine der zentralen Botschaften, die wir vermitteln wollten“, erläuterte der Weihbischof von Sydney

Er habe die Repräsentanten der australischen Vereinigung islamischer Räte und den Leiter der islamischen Schule und Moschee in Sydney dazu ermutigt, ihre Gläubigen über die Begegnung zu informieren und mitzuhelfen, alle Spannungen zwischen den Glaubensrichtungen, die sich mit dem Weltjugendtag ergeben könnten, im Vorfeld abzubauen.

„Ich bat sie auch darum, sich an den interreligiösen Glaubensforen zu beteiligen und zu überlegen, ob sie uns für den Dienst der Freiwilligen etwa große Hallen zu Verfügung stellen könnten“, ergänzte der Bischof. „Vor allem versuchten wir ihnen zu versichern, dass der Weltjugendtag eine Chance für die interreligiöse Zusammenarbeit und Glaubenserneuerung aller Menschen guten Willens ist.

Friede und Zusammenarbeit zwischen Menschen, die glauben – besonders unter den drei großen monotheistischen Buchreligionen – ist eine Wunschvorstellung, die die meisten jungen Leute haben, und angesichts der Spannungen in unserer Welt ist das eine dringliche Botschaft, die wir alle hören müssen. Der Weltjugendtag manifestiert auf wundervolle Weise, dass der Glaube das Potential hat, unsere Welt zu einen anstatt sie zu auseinanderzudividieren.“

In naher Zukunft will Weihbischof Fisher mit Vertretern der jüdischen Gemeinde in Australien zusammentreffen. Ähnliche Informationsveranstaltungen mit Hirten anderer christlicher Glaubensrichtungen wurden bereits abgehalten.