Weltjugendtag 2011 in der spanischen Hauptstadt Madrid

Bis dahin wollen wir füreinander beten und vor der Welt unser freudiges Zeugnis für Christus ablegen.“

| 1264 klicks

SYDNEY, 20. Juli 2008 (ZENIT.org).- Der nächste internationale Weltjugendtag wird in drei Jahren in der spanischen Hauptstadt Madrid stattfinden. Das kündigte Papst Benedikt XVI. heute, Sonntag, im Anschluss an die große Abschlussmesse des 23. Weltjugendtages auf der Pferderennbahn Randwick in Sydney bekannt.



Vor dem Angelus-Gebet führte der Heilige Vater den rund 350.000 jungen Menschen aus aller Welt das Beispiel der Jungfrau Maria vor Augen, die Angst bekommen hatte, als ihr der Engel Gabriel die Botschaft der Gottesmutterschaft überbrachte. Aber „der Geist war es, der ihr die Kraft und den Mut gab, dem Ruf des Herrn zu antworten“, erklärte Papst Benedikt. „Der Geist half ihr, das große Geheimnis zu erfassen, das durch sie verwirklicht werden sollte. Der Geist umgab sie mit seiner Liebe und befähigte sie, den Sohn Gottes in ihrem Schoß zu empfangen.“

Bei dieser Szene, die möglicherweise „den zentralen Moment in der Geschichte der Beziehung Gottes mit seinem Volk“ bilde, „repräsentierte Maria vor dem Herrn die gesamte Menschheit. In der Botschaft des Engels war es Gott, der der Menschheit gegenüber einen Heiratsantrag vorbrachte. Und in unser Namen gab Maria das Jawort.“

Diesem Jawort gelte es, treu zu bleiben, auch wenn das Leben nicht so einfach sei wie die Märchen, wo es am Ende heiße: „Von da an lebten alle glücklich und zufrieden“. Maria habe sich mit vielen Schwierigkeiten messen müssen, „als die Folgen dieses Ja, das sie dem Herrn gegeben hatte, auf sie zukamen. Simeon sagte voraus, dass ihr ein Schwert das Herz durchbohren werde. Als Jesus zwölf Jahre alt war, erlebte sie die schlimmsten Alpträume, die Eltern durchmachen können, als sie drei Tage lang mit dem Verlust ihres Sohnes fertig werden musste. Und nach dem öffentlichen Leben Jesu hat sie die Agonie erlitten, bei seiner Kreuzigung und seinem Tod zugegen zu sein. Durch die verschiedenen Prüfungen hindurch blieb sie – unterstützt vom Geist der Stärke – ihrem Versprechen immer treu. Und dafür wurde sie mit der Herrlichkeit des Himmels belohnt.“

In diesem Sinn ermutigte Benedikt XVI. alle, der Freundschaft mit Gott, dieser „lebenswichtigen Beziehung“, treu zu sein. „Wir wissen, dass er uns nie verlassen wird. Wir wissen, dass er uns immer mit den Gaben des Geistes stützen wird.“

Nach dem Gebet des „Engel des Herrn“ gab der Papst den Austragungsort des nächsten internationalen Weltjugendtages bekannt: „Es ist jetzt soweit, dass wir uns Lebewohl sagen, oder besser: Auf Wiedersehen! Ich danke Euch allen für Eure Teilnahme am Weltjugendtag 2008 hier in Sydney und hoffe, dass wir uns in drei Jahren wiedersehen. Der Weltjugendtag 2011 wird in Madrid in Spanien stattfinden. Bis dahin wollen wir füreinander beten und vor der Welt unser freudiges Zeugnis für Christus ablegen.“