Weltjugendtag 2011: Spanische Bischöfe schlagen Ko-Schutzpatron vor

Trappist Bruder Rafael (1911-1938) wird am 11. Oktober heilig gesprochen

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BURGOS, Spanien, 1. September 2009 (ZENIT.org).- Den spanischen Trappisten und Mystiker Rafael Arnáiz Barón (1911-1938) – besser bekannt als „Bruder Rafael“ – schlagen die spanischen Bischöfe als Co-Patron für den nächsten internationalen Weltjugendtag vor, der im August 2011 unter dem Vorsitz Papst Benedikts XVI. in Madrid stattfinden wird.



„Wir vertrauen darauf, dass uns Bruder Rafael als einer der Co-Patrone während des Treffens begleiten wird, damit alle jungen Menschen auf der Welt das Werk Gottes in diesem jungen Mann des 20. Jahrhunderts kennen lernen können“, erklären die Bischöfe in einem kürzlich veröffentlichten gemeinsamen Hirtenbrief. „Lasst uns näher an Bruder Rafael Arnáiz herankommen, eine Pilgerreise zum Trappistenkloster San Isidro de Dueñas unternehmen und bei seinem Grab beten; lasst uns seine Schriften lesen und Zeugen seines Lebens werden... Kurz: Lasst uns authentisch sein wie Bruder Rafael!“

Der jung verstorbene spanische Ordensmann wurde 1992 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen; am 11. Oktober wird ihn Papst Benedikt XVI. heilig sprechen. Bruder Rafael stammte aus einer wohlhabenden Adelsfamilie. Bei seiner Taufe am 21. April 1911 erhielt er den Namen Rafael Arturo Alvaro José de la Inmaculada Concepción y San Luis Gonzaga. 1934 trat er in das Trappistenkloster San Isidro de Dueñas ein, wo er aufgrund der harten Lebensführung an Diabetes erkrankte und das Kloster verlassen musste. 1936 kehrte er zurück, jedoch nicht als Novize, sondern als Oblate, da er dem Leben der Professmönche aus gesundheitlichen Gründen nicht gewachsen war.

Acht Monate später wurde er zum Militärdienst im spanischen Bürgerkrieg einberufen, allerdings schon nach wenigen Monaten für untauglich befunden. So konnte er wieder in den Trappistenorden zurückkehren. Die Diabetes brach aber nach seiner Rückkehr erneut aus, so dass er am 7. Februar 1937 das Kloster erneut verlassen musste, nun schon zum dritten Mal.

Im  Dezember 1937 kehrte Bruder Rafael endgültig wieder in die Krankenabteilung des Klosters zurück. Kurz darauf verschlimmerte sich sein gesundheitlicher Zustand.

Ehrenhalber verlieh ihm sein Abt 1938 das Gewand der Professmönche. Wenig später litt Bruder Rafael an hohem Fieber und war zeitweise im Delirium; er starb am 26. April nach kurzem schwerem Todeskampf. Die Briefe, Notizen und Tagebuchaufzeichnungen, die er uns hinterlassen hat, zeugen von einer einfachen, kindlichen, innigen und bedingungslosen Gottesliebe sowie einer erschütternden Entschiedenheit zur Kreuzesnachfolge.

Weiterführender Link: Die zehn Schutzpatrone des internationalen Weltjugendtags in Sydney (Australien)