Weltjugendtag begeistert

Deutsche Bischöfe ziehen positive Bilanz des Weltjugendtags in Madrid

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BONN, 22. August 2011(ZENIT.org/DBK). - Als „begeisterndes Glaubensfest“ resümiert die Deutsche Bischofskonferenz den gestern in Madrid zu Ende gegangenen Weltjugendtag. „Die Jugendlichen haben sich intensiv mit Gott beschäftigt. Gleichzeitig beeindruckt ihr Spaß am Glauben“, sagte Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger, kommissarischer Leiter der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, nach dem Abschlussgottesdienst. „Und sie sind auf der Suche nach einer gerechteren Welt. Ihre weltweite Solidarität ist gestärkt worden“, so der Jugendbischof. Papst Benedikt XVI. sei „für die Jugendlichen eine herausragende Persönlichkeit, der für die weltumspannende Kirche steht. Sie schätzen ihn in seiner Echtheit und bescheidenen Art“.

Am Weltjugendtag nahmen insgesamt 16.500 deutsche Jugendliche und junge Erwachsene sowie 20 Bischöfe aus Deutschland teil. Den Abschlussgottesdienst feierten 2 Millionen Menschen. Weihbischof Haßlberger würdigte die Ausdauer der Jugendlichen, die bereits am Vorabend bei der Vigil bei großer Hitze und anschließendem Unwetter auf dem Feld ausgehalten hatten. Er bedauerte, dass einige Personen verletzt worden seien.

„Es war eine Glaubensparty, die Jugendlichen Kraft geben wird, in der Schule oder im Freundeskreis zu ihrem Glauben zu stehen“, resümiert BDKJ-Bundespräses Pfarrer Simon Rapp. Beim Weltjugendtag hätten die Jugendlichen spüren können, „dass sie zum größten Global Player der Welt gehören“. Vor allem aus den Katechesen hätten die Jugendlichen etwas für ihr Leben mitnehmen können, so Rapp. Für den geschäftsführenden Referenten der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, Markus Etscheid-Stams, ist der Weltjugendtag eine „Tankstelle für den Glauben“. Er zeige, dass „Jugendliche auf der Suche nach religiöser Orientierung sind“.

Vorbildcharakter für deutsche Dialoginitiative
Gebet und Beziehung zu Gott standen wieder im Mittelpunkt. „Gleichzeitig habe ich bei einem Weltjugendtag noch nie so viele politischen und sozialen Bezüge erlebt“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler. „Etwa beim Kreuzweg ist klar geworden, wie aktuell die Sorgen der Welt mit der christlichen Botschaft verbunden sind. In einem Land voller Spannungen hat Papst Benedikt klar gemacht, dass Jugendliche aus dem Glauben heraus für weltweite Gerechtigkeit und Frieden eintreten sollen“, so Tänzler.

Bei den Katechesen kamen Jugendliche und Bischöfe ins Gespräch. Dabei haben sie neben Glaubensthemen auch Fragen zur Zukunft der Kirche angesprochen. Weihbischof Haßlberger sieht darin einen Vorbildcharakter für die Dialoginitiative der Kirche in Deutschland.

Vorfreude auf Rio und den Papstbesuch
Als wichtig bewerten Bischöfe und BDKJ die „Tage der Begegnung“, bei denen die Pilger im Vorfeld des Weltjugendtags in den spanischen Diözesen zu Gast waren. „Dort erleben Jugendliche nicht nur Gastfreundschaft, sondern vor allem eine andere Kultur."

Auf ein Wiedersehen mit Papst Benedikt XVI. müssen die deutschen Jugendlichen nicht zwei Jahre lang warten. Sie können ihn bereits am 24. September treffen – bei der Jugendvigil in Freiburg.