Weltkrankentag 2009 im Zeichen der kranken Kinder

Aufruf Benedikts XVI. zum Dienst an bedürftigen Kindern und ihren Familien

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ROM, 9. Februar 2009 (ZENIT.org).- Das Leid ist Teil des menschlichen Lebens, das dadurch nicht weniger lebenswert wird, stellen doch auch Schmerz und Leid eine Bereicherung dar. Das ist der Grundtenor der Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum diesjährigen Welttag der Kranken, der jedes Jahr am Gedenktag Unserer Lieben Frau von Lourdes (11. Februar) gefeiert wird.

Der Papst weist in seiner Botschaft, die vor kurzem vorerst nur auf Italienisch veröffentlicht wurde, insbesondere auf das Schicksal von kranken und missbrauchten Kindern hin und appelliert an die internationale Gemeinschaft, für Gesetze zu sorgen, die Kinder und Familien schützen.

Die Kinder - die „schwächsten und wehrlosesten Geschöpfe“ -, die aufgrund von Krankheit, Krieg und Gewalt durch Erwachsene an Leib und Seele geschädigt würden, „erheben einen stillen Schmerzensruf, der unsere Gewissen als gläubige Menschen anspricht“.

Die christliche Gemeinschaft dürfe angesichts derartiger dramatischer Situationen nicht gleichgültig bleiben, sondern sie müsse die dringliche Pflicht verspüren einzuschreiten. In diesem Sinn sollte der diesjährige Welttag der Kranken allen christlichen Gemeinschaften die Gelegenheit bieten, sich immer klarer zu werden, dass sie „Familie Gottes“ sind. Als solche sollten alle die Liebe Jesu Christi in die Städte und Stadtviertel bringen, fordere Jesus doch, dass kein Glied der Kirche Not leide.

Da jedes kranke Kind zu einer Familie gehöre, müssten sich die christlichen Gemeinden auch um die Familien kümmern, die von der Krankheit eines Kindes betroffen sind, und ihnen Unterstützung und konkrete Solidarität anbieten.

Die alltägliche Hingabe und der Einsatz im Dienst an kranken Kindern bilden nach Worten Benedikts XVI. „ein beredtes Zeugnis der Liebe zum menschlichen Leben“. Die absolute und oberste Würde eines jeden menschlichen Lebens müsste dabei bekräftigt werden. „Das Leben des Menschen ist schön, und es ist in Fülle zu leben, auch wenn es schwach und vom Geheimnis des Leidens umgeben ist.“

Benedikt XVI. bringt am Ende seiner Botschaft seine Wertschätzung und Ermunterung gegenüber jenen Einrichtungen zum Ausdruck, die sich überall auf der Welt, aber besonders in den armen Ländern, der kranken Kinder annehmen. Die Botschaft endet mit einem besonderen Gruß an die kranken und leidenden Kinder: „Der Papst umarmt euch mit väterlicher Zuneigung zusammen mit euren Eltern und Familienangehörigen, und er versichert euch eines besonderen Angedenkens im Gebet.“