Weltmissionstag in Rom

Der Glaube ist ein Geschenk

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 325 klicks

Am gestrigen Sonntag wurde der 87. Weltmissionstag gefeiert. Zu diesem Anlass sagte Papst Franziskus, alle Getauften seien dazu aufgerufen, mutig das Evangelium zu verkünden. Der Sekretär der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Msgr. Savio Hon Tai-Fai, sagte in einem Interview zu Radio Vatikan bezüglich der Botschaft und Bedeutung dieses Tages, fundamental sei die Aussage des Papstes, der Glaubens sei ein Geschenk. Dabei handele es sich nicht nur um ein kostbares Geschenk, das einige Individuen erhielten, sondern auch um ein Geschenk, das kommuniziert werden könne und müsse. Das Evangelium sei ein Geschenk, so Hon Tai-Fai, das eine universale Dimension habe, nämlich das Geschenk des Glaubens. Der Pontifex habe alle dazu aufgerufen, dieses Geschenk des Glaubens nicht nur zu mitzuteilen, sondern es anzunehmen.

Papst Franziskus habe eine Zusammenfassung der Bedeutung des Zeugnisses in der Tradition des missionarischen Wirkens gegeben: Nicht das, was gesagt werde, sei entscheidend, sondern das, was getan werde. Dies sei das Zeugnis, etwas, das nicht abstrakt sei. Es gehe um das Leben aller, um das, was sie beitragen, auch im Gebet, so Hon Tai-Fai.

Er fuhr fort, dass es 50 Jahre nach dem zweiten Vatikanischen Konzil insbesondere in Asien die Tendenz gebe, zu viele lokale Kirchen zu errichten, die ethnischen Ursprungs seien. Es gebe nur wenig Öffnung gegenüber anderen Kirchen oder der Weltkirche. Einheit in der Pluralität sei ein Vorteil, jedoch nicht, wenn es zu Lasten der Doktrin gehe, sagte Hon Tai-Fai. Es sei jedoch als positiv zu vermerken, dass die Zahl der Diözesen in den Missionsgebieten weltweit angestiegen sei, ebenso wie die Anzahl der Erwachsenentaufen. Dies gebe Grund zur Freude und zur Hoffnung.