Weltreligionen: Einheit ja, Gleichförmigkeit nein

Der echte Beitrag zum Wohl der Gesellschaft kommt nicht von einer einzigen "Super-Religion"

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ROM, 30. September 2005 (ZENIT.org).- Erzbischof Michael Fitzgerald, Präsident des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, ist davon überzeugt, dass die Religionen einen sehr großen Beitrag zur Ausbreitung des Friedens in der Welt, zur Stärkung der Menschenwürde und zur Förderung der menschlichen Werte leisten. Aber das bedeute nicht, dass sie alle gleich sind.



Anlässlich des Kongresses zum 40. Jahrestag der Konzilserklärung über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, Nostra aetate, betonte Erzbischof Fitzgerald, dass man "die fundamentalen Glaubensunterschiede, die in den verschiedenen Religionen bestehen, nicht beseitigen kann, um auf diese Weise eine einzigen Super-Religion zu bilden".

Vor rund 300 Kongressteilnehmern aus aller Welt, unter anderem auch aus Israel, erklärte der Erzbischof in seinem Vortrag an der Gregoriana-Universität, dass alle Religionen nur dann geeint auftreten und ihren "Beitrag zum Wohl der Gesellschaft" beisteuern könnten, wenn "die Identität jeder einzelnen Religion" tatsächlich respektiert und kein Versuch unternommen werde, "alle Religionen zu vereinheitlichen".