Welttag des Augenlichts 2006: Kardinal Lozano Barraggán fordert verstärkten Einsatz bei der Bekämpfung von Augenkrankheiten

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ROM, 12. Oktober 2006 (ZENIT.org).- Die Besorgnis erregende Zahl von Menschen, die an Augenkrankheiten leiden, verweise auf die Notwendigkeit, die Bemühungen zur Behebung dieser gesundheitlichen Notsituation zu verdoppeln, erklärt Kardinal Javier Lozano Barragán, Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst, in seiner diesjährigen Botschaft zum Welttag des Augenlichts, der heute, am 12. Oktober, begangen wird.



Der Kardinal zeigt sich in dem Schreiben über das Engagement der Weltgesundheitsorganisation erfreut, beispielsweise über die Kampagne „Vision 2020: Das Recht auf Sehen“, die alle menschlichen und materiellen Ressourcen mobilisieren möchte, um die Ursachen von prognostizierbarer Blindheit bis zum Jahr 2020 auszurotten. Denn das Bewusstsein um die Gefahr und die Vorbeugung von Krankheiten, die das Sehvermögen bedrohen, stellen für Kardinal Lozano eine „unerlässlich Waffe“ im Kampf gegen prognostizierbare – und daher vermeidbare – Blindheit dar.

Als weitere positive Entwicklung nennt der Kurienkardinal die Tatsache, dass im Zeitraum von 2000 bis 2002 die Anzahl der von Blindheit oder Sehstörungen Betroffenen niedriger war als ursprünglich vorausgesagt, vor allem in den Entwicklungsländern.

Einige Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zeigten jedoch ein alarmierendes und „deutliches Fortschreiten der Blindheit aufgrund der höheren Lebenserwartung und/oder aufgrund von Krankheiten, die durch die Lebensführung in den wirtschaftlich entwickelten oder aufstrebenden Ländern verursacht“ seien.

Die Modernisierung der Gesundheitssysteme sei dadurch erschwert, dass die Anzahl der betroffenen Menschen immer noch sehr hoch sei und dass 90 Prozent der 37 Millionen blinden sowie der 124 Millionen sehgestörten Menschen in den armen Ländern lebten.

Kardinal Lozano Barragán spricht sich deshalb „für eine Verdoppelung nicht nur der Sensibilisierungsbestrebungen aus, sondern auch der wirksamen Solidarität, um das Projekt Vision 2020 zu einem guten Abschluss zu bringen“.

Während des internationalen Symposiums „Visuelle Rehabilitation und Sehfähigkeit“, das im März dieses Jahres in Rom abgehalten wurde, hatte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst hervorgehoben, dass „die Kirche... die medizinische und geistliche Betreuung der Kranken stets als einen wesentlichen Teil ihres Evangelisierungsauftrags erachtet“ habe.