Weltweiter Staffellauf für Frieden und Einheit am 9. Oktober

Kinder und Jugendliche setzen sich in 182 Ländern der Erde in Bewegung

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ROM, 7. Oktober 2005 (ZENIT.org).- Die bischöfliche Residenz des Erzbischofs von Prag wird am kommenden Wochenende eine Station des weltweiten "run4unity"-Staffellaufs sein, den die "Teens for Unity" – Kinder und Jugendliche der Fokolar-Bewegung – organisiert haben.



Geplant sind für den Staffellauf für Frieden und Eintracht allein in der tschechischen Hauptstadt Prag rund 30 Zwischenstationen, unter anderem beim Parlament, beim Sitz der verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen sowie bei der Synagoge.

Die Jugendlichen der Fokolar-Bewegung veranstalten diesen Friedenslauf am 9. Oktober auf der ganzen Welt, um ein nachdrückliches "Zeichen für den weltweiten Frieden" zu setzen und zu mehr Geschwisterlichkeit und Solidarität unter allen Menschen aufzurufen. "Wir spannen symbolisch einen Regenbogen der Völkerverständigung über die ganze Welt", so die Initiatoren.

Zurzeit engagieren sich 150.000 Kinder und Jugendliche in 182 Ländern der Erde für eine geeintere Welt und eine Kultur der Gemeinschaft unter den Völkern. Sie sind überall dort aktiv, wo Kinder und Jugendliche Trennungen und Zerrissenheit erleben – innerhalb ihrer Familien, unter ihresgleichen, mit Älteren.

Start des Friedenslaufs ist am 8. Oktober um 23.00 Uhr MESZ (mitteleuropäische Sommerzeit) auf den Fidschi-Inseln. Dort werden sich Kinder und Jugendliche eine Stunde lang für Frieden und Völkerverständigung in Bewegung setzen. Auch im Irak und in anderen von Krieg oder Spannungen heimgesuchten Ländern werden sich zahlreiche junge Menschen der Friedensstafette anschließen. In Nagasaki wollen einige vom Ort, wo einst die Atombombe niedergegangen ist, bis zu einem Spital laufen, in dem noch heute Opfer von damals gepflegt werden. Mit diesen Menschen werden die Kinder zu Mittag essen.

Virtuell wird der Staffelstab per Internet an die nächste Zeitzone weitergeben – von Japan geht es nach Pakistan, in den Irak, nach Kenia, Island, Bolivien und Mexiko bis nach Hawaii, die vorletzte Etappe. Das Ende des Staffellaufs ist schließlich in Samoa. Im Internet (unter "run4unity") werden die Staffelläufe aus der ganzen Welt übertragen.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo in Bern 1000 Jugendliche auf dem Bundesplatz an den Start gehen werden, gibt es für die Initiative prominente Unterstützer: Otmar Hitzfeld, ehemaliger Bayern München-Trainer, ist ebenso darunter wie UN-Sportsonderberater Adolf Ogi und zahlreiche Spitzensportlern aus den verschiedensten Nationen. Bundespräsident Köhler bekundete der Aktion ausdrücklich sein großes Interesse und seine Sympathie.

Start- oder Kilometergelder fließen weltweit in mehr als 30 Sozialprojekte, mit denen zum Beispiel Schulgebühren und Unterrichtsmaterialien für Kinder in Krisengebieten finanziert werden.

Informationen in deutscher Sprache zum internationalen Staffellauf finden sich hier.