Wendepunkte des 20. Jahrhunderts

Neues OWEP-Heft zur europäischen Geschichte von 1914 bis 2014

Freising, (Renovabis) | 302 klicks

Mittlerweile mehren sich, zumindest in den Medien, die Hinweise auf das angebrochene „Jubiläumsjahr“ 2014. Im Mittelpunkt steht dabei häufig der Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 als „europäische Urkatastrophe“. Auch die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) räumt der Erinnerung an den Beginn des Ersten Weltkriegs einen wichtigen Platz ein, denn viele der folgenden Entwicklungen in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts und besonders der Zweite Weltkrieg lassen sich ohne den Ersten Weltkrieg nicht erklären. Dennoch ist die Interpretation und Bewertung von historischen Ereignissen, auch wenn der Historiker möglichst objektiv mit den Fakten umgeht, immer auch problematisch. So gerät schnell aus dem Blickfeld des Westeuropäers und besonders des Deutschen, dass der Erste Weltkrieg für viele Völker in Mittel-, Ost- und Südosteuropa eher in die Freiheit führte und den Weg zur Bildung souveräner Staaten wie Polen, der Tschechoslowakei und der baltischen Staaten bereitete. Mit dem Zweiten Weltkrieg, dessen Beginn 75 Jahre zurückliegt, brach das System, das die Friedensverträge nach 1918 geschaffen hatte, zusammen. Nach 1945 folgte eine tiefe Spaltung Europas in „Ost“ und „West“, deren Überwindung inzwischen bereits wieder ein Vierteljahrhundert zurückliegt.

Angesichts der gegenwärtigen Krisen der Europäischen Union will das Heft aber nicht nur einen Blick zurück wagen. Vielmehr soll die Erinnerung an die gewaltigen Kraftanstrengungen und den Willen zum Neubeginn in den Jahren 1945 und 1989, die im Heft ebenfalls thematisiert werden, dazu ermuntern, über die Chancen und Risiken der künftigen europäischen Integration nachzudenken.

Die Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) wird vom katholischen Osteuropa-Hilfswerk Renovabis und vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) herausgegeben und erscheint im Verlag Friedrich Pustet. OWEP kostet als Einzelexemplar 6,50 Euro. Die Zeitschrift kann telefonisch (08161/5309-71) oder per E-Mail:  owep@renovabis.de oder rauscher@pustet.de angefordert werden. Ein Überblick über den Inhalt der aktuellen Ausgabe ist im Internet unter www.owep.de zu finden.

Mehr Informationen auch unter: www.renovabis.de